EPILEPSIE gewichtsreduktion E-mobilität Puerzi hämmert in die Tasten
 

 

Herzlich Willkommen auf Puerzi's Seiten !

 

 

Das Haupt-Thema meiner Seiten wird von der Erkrankung meines Sohnes an Epilepsie bestimmt. Ich beschäftige mich schon seit seiner Erkrankung 1984 mit diesen Themen und stelle die Informationen allen Interessierten und Betroffenen zur Verfügung. Weitere Themen wie Gewichtsreduktion, 26 kg abgenommen und E-Mobilität, ein E- Golf ist in den Fokus geraten, und auf meinen Seiten zu finden.

Alles Liebe Puerzi!


Version vom 12.10.17 22:56 
©puerzi 1998-2017
 

 
 
Epilepsie

Ich biete hier allen Interessierten

 oder  Betroffen eine Geschichte an
 

DER KRAMPF

 

 

und wie es zum  Zorn-Opa  kam.

 

 

Ein kleines Lexikon, mit Begriffen

betreffend Epilepsie,

 

                                        weiter interessiert ?

 

betreffend einiger Anfallsformen

 

                                         weiter interessiert ?

 
 
Gewichtsreduktion

  In der Schulzeit begann mein Übergewicht. Das
  führte unter anderem in den letzten 8 Jahren zu
  2 Herzinfarkten inklusive 3 Bypässe und einem
  Stent. Eine weitere Verengung eines Herzkranz-
  Gefäßes steht noch an. Ich wollte das Risiko
  weiterer Infarkte minimieren und startete bei
  107 kg eine Reduktion. Die WeightWatchers kamen
  mir dafür am kompetentesten vor und es begann
  ein längerer Weg.

                                             weiter interessiert ?

 

 

 
e - MOBILITÄT

E - Golf

 Licht & Schatten werden sichtbar wenn man sich
 näher mit diesem Thema beschäftigt.
                           
 weiter interessiert ?

 Aber was tut man nicht alles der Umwelt zu Liebe.

         Thema in Arbeit

 

 

Puerzi hämmert in die Tasten,
und das kommt dabei heraus.

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Im Lexikon erwartet Sie auf dieser Seite ein Fachwörterbuch, auf weiteren Seiten Erklärungen
zu
Anfallsformen und Epilepsien
 

...

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 

A

ABDOMINALE EPILEPSIE Mit Schmerzen im Bauch einhergehende Anfälle
ABLEITUNG Messungen und Ableitungen von elektr. Spannungen (EEG, EKG)
ABSENCE Bewusstseinspause mit nachfolgender Erinnerungslücke (5 - 30 Sek.), kleiner generalisierter Anfall, mit verdrehen der Augen, blinzeln oder leichten Muskelzuckungen.
ABSENCE STATUS Häufung von Absencen, lang andauernder epileptischer Zustand
ABSENZEN Komplexe fokale Anfälle, abwesend ohne Bewusstsein
ACTH Abk. für adrenocorticotrophes Hormon. Hormon zur Bildung von Cortison in der Nebennierenrinde. Behandlung von Blitz-Nick-Salaam-Anfällen.
ADRENOCORTI-COTROPHES
HORMON
Hormon zur Bildung von Cortison in der Nebennierenrinde. Behandlung von Blitz-Nick-Salaam-Anfällen.
ADVERSIV-ANFALL Anfall mit Bewegung zur Gegenseite
AE Abk. für Antiepileptikum, Antiepileptika
AFEBRIL Epileptische Anfälle, nicht durch Fieber ausgelöst.
AFFEKTKRAMPF Gefühlsmäßig ausgelöste nicht epileptische Anfälle bei Kleinkindern, oft mit Atemstillstand.
AFFERENT/
AFFERENZ
zuführend / zuführende Bahn (Nervenbahn zum Gehirn)
AFFINITÄT Zuneigung, Bindestärke Z.B. von Medikamenten an Rezeptoren
AKINETISCHER ANFALL Epileptischer Anfall mit einem Verlust der Bewegungsfähigkeit. Kann im Stehen zum Stürzen führen.
ALOPEZIE Haarausfall, als Nebenwirkung von Antiepileptika (Valproat)
ALPHA-AKTIVITÄTEN Teil der bioelektrischen Tätigkeiten der Nervenzellen des Gehirns, die sich im EEG mit 8 bis 13 mal pro Sekunde auftretenden Wellen zeigt.
AMMONSHORN Teil des sogenannten limbischen Systems im Temporal- oder Schläfenlappen des Gehirns.

ANFALLSFORMEN


 

 
1 Einfache fokale Anfälle
2 Komplexe fokale Anfälle
3 Absencen
4 Myoklonische Anfälle
5 BNS-Anfälle
6 Tonische Anfälle
7 Atonische Anfälle
8 Sturzanfälle
9 Klonische Anfälle
10 Generalisierte tonische Anfälle (Grand-mal)
11 Auren
12 Status epilepticus
13 Psychogene nichtepileptische Anfälle

 

ASTATISCHE ANFÄLLE Epileptische Bezeichnung für Anfälle, bei denen die Betroffenen nicht mehr stehen können und hinstürzen
AXIALE SPASMEN Tonische Anfälle mit blitzartigen Versteifungen der rumpfnahen Muskulatur (wie BNS bei Kleinkindern). Häufig Sturzgefahr

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B

BALTISCHER MYOKLONUS Erbliche Form der progressiven Myoklonusepilepsie, die gehäuft in baltischen Ländern beschrieben wurde.
BARBEXACLON Freiname für ein Antiepileptikum. Kombination von Phenobarbital mit einer anregenden Substanz.
BARBITURATE Gruppe von Antiepileptika (z.B. Phenobarbital und Primidon). Ursprünglich als Schlafmittel eingesetzt.
BECTS Abk.: Benigne Epilepsie mit zentrotemporalen Spitzen
Gutartiges Epilepsiesyndrom bei Jugendlichen (Rolandsche Epilepsie).
BHS Blut-Hirn-Schranke.
BILATERAL Beidseitig (z.B.: auf beiden Schläfenlappen)
BILATERAL SYNDROM Auf beiden Seiten gleichzeitig auftretend
BIOFEEDBACK Methode zur Kontrolle üblicherweise unbewusster Körperfunktionen.
Wird versuchsweise auch bei Epilepsien angewandt.
BIPOLAR zweipolig
BLICKRICHTUNGS
NYSTAGMUS
Ruckartige Augenbewegungen beim Blick zur Seite (mögliche
Überdosierung von Antiepileptika). Kommt auch normalerweise vor (Eisenbahnnystagmus), beim Blick aus dem Zugfenster.
BLICKWENDUNG Wendung beider Augen und meist auch des Kopfes in eine Richtung.
BLINZELANFÄLLE Anfälle mit unwillkürlichen raschen Augenblinzeln und Augenzwinkern (im Vorschulalter).
BLITZANFALL Anfall mit blitzartigem zusammenzucken des Körpers.
BLICK-NICK-SALAAM-ANFALL Anfall von Kleinkindern mit rascher Aufeinanderfolge einer Körperzuckung, Beugebewegung von Kopf und Rumpf sowie schleudern der Arme, meist im Rahmen eines sogenannten West-Syndroms.
BLUT-HIRN-SCHRANKE Schrankeneffekt von die Blutgefäße umgebendem Gewebe für bestimmte
Stoffe oder Medikamente, der ein übertreten in das Gehirn verhindern kann.
BLUTSPIEGEL Konzentration eines Medikamentes im Blut.
BNS-ANFALL Abkürzung für Blitz- Nick- Salaam- Anfälle, einer häufigen Anfallsform bei Säuglingen und Kleinkindern. Andere Bezeichnungen: Propulsiv- Peditmal,
West Syndrom).
BOURNEVILLE-PRINGLE-
KRANKHEIT
Angeborene, meist in der frühen Kindheit feststellbare Krankheit mit Hautveränderungen u.a. im Gesicht und Veränderungen im Gehirn, die
häufig mit epileptischen Anfällen einhergeht (bei Kleinkindern besonders
oft mit einem sog. West Syndrom).
BRAIN-MAPPING Engl. "Landkarte" des Gehirns; bildliche Darstellung von EEG-Befunden oder evozierten Potentialen mit Darstellung in Art einer Landkarte, siehe Mapping.
 

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C

CALLOSOTOMIE Balkendurchtrennung; epilepsiechirurgischer
Eingriff, bei dem der sogenannte Balken
(Corpus callosum) durchtrennt wird.
CARBAMAZEPIN Freiname für ein Antiepileptikum. Standardmedikament
zur Behandlung Fokaler Anfälle. Handelsnamen
z.B. Tegretal, Tegretol oder Timonil.
CAVERNOM Geschwulstartige Gefäßmissbildung mit
Blutungsgefahr, kann zu epileptischen Anfällen führen.
CBZ Abk. Carbamazepin
CCT Abk. engl. coputerized cranial tomography. (Coputertomographie
des Schädels).
CEREBELLAR Das Kleinhirn betreffend.
CEREBELLUM Kleinhirn.
CEREBRAL Das Gehirn betreffend.
CEREBRALPARESE Angeborene Krankheit mit Schwäche und Spastik von Armen und Beinen.
CEREBRUM Großhirn.
CEROID-LIPOFUSZINOSE Angeborene Gruppe von Stoffwechselstörungen mit Anreicherung und
Ablagerung von sogenannten Lipopigmenten in Körperzellen; geht mit einer progressiven Myoklonusepilepsie einher.
CHOREO-ATHETOSE Krankheit mit plötzlich auftretenden, unkontrollierten und überschießenden Bewegungen. Antiepileptika können sehr selten zu ähnlichen, nach Absetzen verschwindenden Störung führen.
CHROMATOGRAPHIE Nachweismethode für Stoffe und Medikamente, die auf ihrer unterschiedlichen Bindung an Teilchen einer absorbierenden Substanz beruht.
CHRONISCH Lang bestehend oder dauernd anhaltend.
CHRONO Als Zusatz bei Medikamenten: Retardform mit verzögerter Freisetzung des Wirkstoffes.
CK Abk. für Kreatinkinase (Muskelenzym, das z.B. nach epileptischen Anfällen im
Blut in erhöhter Konzentration nachweisbar ist).
CLEARANCE Blutmenge aus der ein Stoff oder Medikament innerhalb einer bestimmten Zeit entfernt wird.
CLOBAZAM Benzodiazepin; Reservemedikament zur Anfallsbehandlung.
CLOMETHIAZOL Beruhigungs- und Schlafmittel. Handelsname Distraneurin, mit zusätzlicher antikonvulsiver Wirkung.
CLONAZEPAM Benzodiazepin; Reservemedikament zur Anfallsbehandlung.
CLUSTER Engl. Gruppe, Traube. Häufung z.B. von Anfällen in einer bestimmten
Zeitspanne.
COMMOTIO CEREBRI Gehirnerschütterung.
COPUTER-TOMOGRAPHIE Modernes Röntgenverfahren, bei dem ein Computer eine Vielzahl von in verschieden Winkeln angefertigten Aufnahmen, zu einem
hochauflösenden Bild zusammensetzt, auf dem im Gegensatz zu normalen Röntgenbildern auch weiches Gewebe wie das Gehirn abgebildet werden
kann.
CONTUSIO-
CEREBRI
Gehirnprellung (mit Übergang zur Quetschung).
CORTEX Rinde, z.B. des Gehirns.
CORTICOIDE Cortison und verwandte Substanzen.
CORTISON In der Nebennierenrinde gebildetes Hormon; wird u. a. zur Behandlung
von
BNS-Anfällen eingesetzt.
CP Abk. für Cerebralparese (spastische Gehirnlähmung, Spastiker).
CPK Abk. für Creatinphosphofruktokinase, Muskelenzym, siehe auch
Kreatinkinase.
CROSSOVER-DESIGN Untersuchung beider die selben Patienten nacheinander mehrere
verschiedene Behandlungen erhalten.
CT Abk. Computertomographie.

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D

 
DÄMMERATTACKE Andere Bezeichnung für komplexen fokalen (psychomotorischen) Anfall.
DEAFFERENZIERUNG Ausschalten der affarenten (zum Gehirn führenden) Bahnen. (Bei Unfall oder Operation)
DELTA-AKTIVITÄT Teil der bioelektrischen Tätigkeit der Nervenzellen des Gehirns, der sich in einer EEG-Ableitung mit weniger als 4mal/Sekunde auftretenden Wellen (Delta-Wellen) zeigt.
DELTA-WELLEN Mit einer Häufigkeit von weniger als 4 mal pro Sekunde auftretende EEG-Wellen.
DEVIATION CONJUGUEE Gleichsinnige Abweichungen z.B. beider Augen nach einer Seite.
DIADOCHOKINESE Fein abgestimmter (koordinierter) Bewegungsablauf. Fähigkeit, rasch aufeinanderfolgende, speziell auch gegenläufige Bewegungen rasch auszuführen. 
DIENZEPHALON Zwischenhirn, u. a. aus Thalamus und Hypothalamus bestehend.
DIFFERENZIALBLUTBILD Bestimmung der Zahl und Zusammensetzung der roten und weißen Blutkörperchen, einschließlich der vielen Arten weißer Blutkörperchen.
DOMINANTE HEMISPHÄRE Für die Sprache zuständige Hirnhälfte. Bei Rechtshändern und der Mehrzahl der Linkshänder die linke Hirnhälfte.
DROP ATTACK Sturzanfall; ungenaue Bezeichnung für mit einem plötzlichen Hinstürzen infolge Verlust der Muskel- und Haltungskontrolle aber ohne Bewusstseinsverlust einhergehende Störungen bei älteren Menschen; als Ursache wird in erster Linie eine Durchblutungsstörung des Gehirns angenommen.
DRUG-MONITORING Medikamentenüberwachung; Messung der Serumskonzentration eingenommener Medikamente.
DUALE PATHOLOGIE Gleichzeitiges vorkommen von 2 krankhaften Veränderungen; bei Epilepsien z.B. gleichzeitiges Vorliegen eines Hirntumors und einer angeborenen Veränderung.
DURA MATER Äußere harte Hirnhaut (zwischen Innenseite des Schädelknochens und Gehirn).
DYSARTHRIE Störung des Sprechens durch Lähmung oder gestörtes Zusammenwirken der Sprechmuskulatur mit undeutlicher verwaschener Sprache.
DYSDIADOCHOKINESE Unvermögen, rasch wechselnde Bewegungen auszuführen (meist Ausdruck einer Kleinhirnschädigung).
DYSPHAGIE Schluckstörung.
DYSPHASIE Sprachstörung.
DYSPNOE Atemstörung.
DYSRHYTHMIE Unregelmäßigkeit eines Rhythmus, z.B. im EEG.
DYSTONIE Störung des Muskeltonus, der Muskelspannung.
   

E

ECHOLALIE Echoartiges, sinnloses nachsprechen von Wörter oder Sätzen
EEG Abk. für Elektroenzephalographie. Messung der Gehirnströme.
EINFACHE FOKALE
ANFÄLLE
Nur einen Teil des Gehirn betreffende Anfälle ohne Störung des Bewusstseins.
EINSTELLUNG Behandlungsbeginn mit Antiepileptika.
EKLAMPSIE Mit epileptischen Anfällen (und einer Blutdruckerhöhung sowie Eiweißausscheidung im Urin) einhergehenden Störung im Verlauf einer Schwangerschaft.
ELEKTROENZEPHALO-
GRAPHIE
Aufzeichnung der elektr. Spannungsschwankungen der Zellen des Gehirns von der Kopfhaut. Wichtigste Untersuchungsmethode bei Epilepsien.
ELEKTROKORTIKO-
GRAMM
Ableitung der elektr. Tätigkeiten der Nervenzellen in der Hirnrinde, in der Regel im Rahmen einer Operation.
ELEKTROKORTIKO-
GRAPHIE
Ableitung der elektr. Tätigkeiten der Nervenzellen in der Hirnrinde, in der Regel im Rahmen einer Operation.
ELEKTROMYOGRAPHIE Aufzeichnung der elektr. Spannungsschwankungen der Zellen der Muskulatur, von deren Oberfläche oder (meist) durch Einstechen von Nadeln.
ELEMENTAR FOKALER
ANFALL
Einfach fokaler Anfall.
ELIMINATIONSHALB-
WERTSZEIT
Zeit in der die Konzentration eines Medikaments im Blut ohne weitere Einnahme auf die Hälfte abfällt.
EMG Abk. für Elektromyographie
ENTZUGSANFALL Anfall aufgrund gewolltem oder ungewollten Weglassen eines anfallhemmenden Wirkstoffs.
ENTZUGSSYMPTOM Krankheitszeichen aufgrund gewollten oder ungewolltem Weglassen eines diese Zeichen hemmenden Wirkstoffes (bei Epilepsien z.B. vermehrte Unruhe und Schlafstörungen nach Abbau von Benzodiazepinen).
ENZEPHALITIS Entzündung des Gehirns.
ENZEPHALON Gehirn.
ENZEPHALOPATHIE Allgemeine unspezifische Bezeichnung für eine Funktionsstörung oder Krankheit des Gehirns; z.B. als Nebenwirkung bei Medikamenten.
EPI Vorsilbe: über, darüber gelegen.
EPIDURALE BLUTUNG Blutung zwischen Innenseite des Schädelknochens und harter Hirnhaut.
EPIGASTRISCHE AURA Von der Magengegend zum Hals aufsteigendes Übelkeitsgefühl, häufig zu Beginn eines komplex fokalen Anfalls.
EPILEPSIA PARTIALIS CONTINUA Seltene Epilepsieform mit lang dauernden einfach fokal- motorischen Anfällen.
EPILEPSIE Oberbegriff für Störungen oder Krankheiten, die mit chronischen, wiederholt auftretenden epileptischen Anfällen einhergeht.
EPILEPSIE SPEZIFISCH Nur bei Epilepsie vorkommend; für eine Epilepsie beweisend.
EPILEPSIE SYNDROM Epilepsie mit charakteristischen Merkmalen, z.B. hinsichtlich des Auftretens, der Anfallsform oder des Verlaufes.
EPILEPSIEZENTRUM Spezialklinik mit besonderer Erfahrung in der Betreuung von Menschen mit Epilepsien.
EPILEPTIFORM Epilepsieähnlich, epilepsieartig, jedoch nicht sicher epileptisch.
EPILEPTIFORME POTENTIALE Veränderung von EEG-Signalen, die typischerweise bei Epilepsien vorkommen.
EPILEPTISCH Mit epileptischen Anfällen einhergehend; zu epileptischen Anfällen gehörend.
EPILEPTISCHE PSYCHOSE Psychose im Rahmen einer Epilepsie; vor, bei, oder nach Anfällen auftretend.
EPILEPTIKER Undifferenzierte Bezeichnung für Menschen mit epileptischen Anfällen.
EPILEPTOGEN Zu epileptischen Anfällen führend.
EPILEPTOLOGE Arzt mit spezieller Erfahrung in der Betreuung von Menschen mit Epilepsie (eine einheitliche Ausbildung und Facharztanerkennung gibt es allerdings nicht).
ERSTMANIFESTATION Erstmaliges Auftreten von Krankheitszeichen.
EXTRAZEREBRAL Außerhalb des Gehirns.

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F

FALLSUCHT Überholte Bezeichnung für Epilepsie.
FBM Abk. für Felbamat; neues Antiepileptikum zur Zusatzbehandlung des Lenox-Gastaut-Syndroms,
FEIERABENDEPILEPSIE Besonders bei Kindern und Jugendlichen vorkommende Epilepsieform mit Auftreten der Anfälle am späten Nachmittag und frühen Abend.
FELBAMAT Freiname für ein neues Antepileptikum zur Zusatzbehandlung beim Lenox-Gastaut-Syndrom, Handelsname Taloxa®.
FERNSEHEPILEPSIE Besonders bei Kindern und Jugendlichen vorkommende seltene Epilepsieform mit erhöhter Empfindlichkeit gegenüber Flacker- und Flimmerlicht, ist bei modernen Fernsehgeräten (100HZ) kaum mehr zu befürchten.
FIEBERKRAMPF Häufige Form eines Gelegenheitsanfalles im Kindesalter, Auftreten bei rasch ansteigendem Fieber.
FLE Abk. für Frontallappenepilepsie.
FOKAL Herdförmig, nur einen Teil betreffend.
FOKALE ANFÄLLE Nur einen Teil des Hirn betreffende Anfälle, ohne oder mit Bewusstseinstörung. Siehe Anfallsformen.
FOKUS Herd, umschriebener Ausgangspunkt epileptischer Anfälle im Gehirn.
FORAMEN Loch z.B. im Schädelknochen.
FORAMEN MAGNUM Großes Loch im Schädelknochen für den Durchtritt des Rückenmarks.
FORAMEN OVALE Ovales Loch im Schädelknochen für den Ast des Nervus trigeminus.
FRAISEN Volkstümliche Bezeichnung für Fieberkrämpfe.
FRONTAL Vorne gelegen.
FRONTALLAPPEN Stirnlappen des Großhirns.
FRÜHANFALL Mit einem Abstand von bis zu einer Woche nach einer Kopfverletzung auftretender Anfall.
FUNKTIONSSTÖRUNG Störung der normalen Tätigkeit oder Leistung, z.B. des Gedächtnisses im Schläfenlappen.

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G

GABA Abk. für engl. gamma amino batyric acid, Gamma-amino-Buttersäure.
GABAPENTIN Freiname für ein neues Antepileptikum zur Zusatzbehandlung fokaler Anfälle, Handelsname Neurontin®.
GAMMA AMINO BUTTERSÄURE Wichtigster hemmender chemischer Überträgerstoff im Gehirn
GANGLIOGLIOM Gutartiger Hirntumor aus Ganglienzellen.
GANGLION Nervenzellknoten.
GANGLIOZYTOM Gutartiger Hirntunor aus Ganglienzellen.
GBP Abk. für Gabapentin, neues Antiepileptikum; Handelsname Neurontin®..
GELASTISCH Lachend; mit Lachen einhergehend.
GELASTISCHE EPILEPSIE Epilepsie, bei der regelmäßig mit Lachen einhergehende epileptische Anfälle auftreten.
GELEGENHEITSANFALL Durch besondere Umstände wie Schlafentzug, Alkoholgenuß, Stoffwechselstörungen oder - bei Kindern - fieberhafte Infekte, ausgelöster Anfall; meist kein Übergang in eine Epilepsie.
GEMISCHTE ANFÄLLE Ungenaue Bezeichnung für das Auftreten von mehr als einer Anfallsform.
GENERALISIERT Allgemein, das ganze betreffend; bei Epileptischen Anfällen, das ganze Hirn betreffend.
GENERALISIERTER ANFALL Epileptischer Anfall, der das ganze Hirn und nicht nur einige Abschnitte beteiligt.
GENERIKA Nachahmermedikamente. Nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist für neue Wirkstoffe auf den Markt gebrachte  Medikamente.
GESICHTSFELDAUSFALL Teilweiser Ausfall des Sehbereiches, z.B. zur Seite oder eine Ecke.
GLIOBLASTOM Häufigster bösartiger Hirntumor im Erwachsenenalter.
GRAND MAL Sammelbegriff für epileptische Anfälle mit Verlust des Bewusstseins und Krampfen an Armen und Beinen.
GRANDS MAUX Mehrere Grand-mal-Anfälle.
GRAPHOELEMENT Kurventeil, z.B. charakteristische Merkmal einer EEG-Ableitung (wie z.B. spike-wave-Aktivität).
GRAUE SUBSTANZ Grau aussehende Teile des zentralen Nervensystems, Sitz der Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark.
GROSSE ANFÄLLE Sammelbegriff für epileptische Anfälle mit Verlust des Bewusstseins und Krampfen an Armen und Beinen.
GRUNDAKTIVITÄT Bezeichnung für die normale oder "Hintergrund" Tätigkeit im EEG.
GRUSSANFALL Andere Bezeichnung für Salaam-Anfall.
GIKA Abk. für generalisierter-tonisch-klonischer-Anfall.
GUMMIKEIL Keilförmiger Hartgummi zum Schutz der Zunge und Zähne bei großen epileptischen Anfällen. Anwendung nur selten sinnvoll.
GYRUS An der Hirnoberfläche sichtbare Windungen, die von Hirnfurchen (Sulci) getrennt werden.
GYRUS PARAHIPPOCAMPALIS Neben dem Hippokampus liegende Hirnwindungen. Bei einer Schläfenlappenepilepsie häufig an der Entstehung von komplex-fokalen-Anfällen beteiligt.
GYRUS POSTCENTRALIS Hinter der Zentralfurche liegende Hirnwindungen, für Gefühlswahrnehmungen zuständig.
GYRUS PRÄCENTRALIS Vor der Zentralfurche liegende Hirnwindungen, für Bewegung zuständig.

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H

HALBWERTSZEIT Zeit, in der die Konzentration eines Medikaments im Blut ohne weitere Einnahme auf die Hälfte absinkt. Bei Antiepileptika bei unter 10 bis zu 100 Stunden.
HEMIANOPSIE Halbseitiger Gesichtsausfall,
HEMIKONVULSION Halbseitenanfall, Krampfen einer Körperhälfte.
HEMIKONVULSION-HEMIPLEGIE-
EPILEPSIESYNDROM
Auftreten von Halbseitenanfällen mit jeweils nachfolgenden vorübergehender Halbseitenlähmung.
HEMIPARESE Halbseitenlähmung, teilweise Lähmung einer Körperseite.
HEMISPHÄREKTOMIE Operative Entfernung einer Großhirnhälfte.
HERD Umschriebener Bezirk, Areal bei epileptischen Anfällen. Ort der Anfallsentstehung im Gehirn.
HERDANFALL / HERDEPILEPSIE Von einem bestimmten Teil des Hirns ausgehender Anfall. Siehe auch fokale-Anfälle.
HEREDITÄR erblich.
HHE-SYNDROM Abk. für Hemikonvulsion-Hemiplegi-Epilepsie-Syndrom.
HINTERGRUNDAKTIVITÄT Im EEG; Grundaktivität.
HIPPOKAMPUS Abschnitt des Temporallappens; von besonderer Bedeutung des Gedächtnis.
HIRNABSZESS Abgekapselte Eiterung im Gehirn.
HIRNDRUCK Im Schädelinneren herrschender Druck.
HIRNLEISTUNGSSTÖRUNG Minderung der geistigen Leistungsfähigkeit.
HIRNNERVEN 12 beidseitig angelegte Nerven, die aus dem Gehirn durch verschiedene Öffnungen im knöchernen Schädel austreten und vorwiegend Kopf und Hals versorgen.
I Nervus olfactorius - Riechnerv
II Nervus opticus - Sehnerv
III Nervus okulomotorius - Augenmuskelnerv
IV Nervus trochlearis - Augenmuskelnerv
V Nervus trigeminus - Gefühls- und Kaunerv
VI Nervus abducens - Augenmuskelnerv
VII Nervus facialis - Gesichtsmuskelnerv
VIII Nervus stato-acusticus - Hör- und Gleichgewichtsnerv
IX Nervus glossopharyngeus - Zungen- und Rachennerv
X Nervus vagus - Kehlkopf- und Herznerv
XI Nervus accessorius - Schulter- und Nackenmuskelnerv
XII Nervus hypoglossus - Zungennerv
HIRNÖDEM Schwellung von Hirngewebe durch Wassereinlagerung.
HIRNORGANISCH Durch eine Störung des Gehirns bedingt.
HIRNORGANISCHER ANFALL Epileptischer Anfall.
HIRNRINDE Teil der grauen Substanz des Gehirns, an der Gehirnoberfläche liegend; beim Menschen am weitesten entwickelt und Sitz höherer geistiger Funktionen.
HIRNSTAMM Verbindungsabschnitt zwischen Großhirn und Rückenmark durch die alle Informationen- sowohl vom Hirn zum Körper als auch umgekehrt- verlaufen.
HIRNSTROMKURVE Andere Bezeichnung für Elektroenzephalogramm (EEG).
HIRNSUTISMUS Vermehrte Körperbehaarung, z.B. im Gesicht und an den Armen oder Beinen. Als Nebenwirkung von Antiepileptika (z.B. Phenytoin) vorkommend.
HYPERMOTORISCHER ANFALL Mit vermehrten Bewegungen einhergehender Anfall. Trifft für viele epileptische Anfälle zu, wurde aber als spezielle Bezeichnung bei Frontallappen Anfällen genommen.
HYPERSOMNIE Vermehrtes Schlafbedürfnis, z.B. als Nebenwirkung bei Medikamenten.
HYPERVENTILATIONS-
TETANIE
Muskelzucken, ausgelöst durch rasches vertieftes Atmen, diese haben nichts mit epileptischen Anfällen zu tun. Bilden sich bei normaler Atmung wieder zurück.

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I

IDIOPATISCHE EPILEPSIE Epilepsie ohne Anhalt für eine fassbare Ursache, vermutlich erblich bedingt.
IKTAL / IKTUAL Während eines Anfalls.
IMPRESSIONSFRAKTUR Knochenbruch mit eingedrückten Knochenteilen, die am Kopf z.B. auf die Oberfläche des Gehirns drücken.
IMPULSIV ANFALL Form kleiner generalisierter epileptischen Anfälle mit plötzlich einschießenden Muskelzuckungen (Myoklonien), besonders bei Jugendlichen und morgens auftretend.
INDUZIERT Hervorgerufen, stimuliert, angeregt, bewirkt.
Epileptische Anfälle können z.B. durch Schlafmangel, abnormen Stress, Hormonveränderungen oder Fieber (Kleinkindern) induziert werden.
INFANTILE SPASMEN International übliche Bezeichnung für BNS-Anfälle.
INITIALSCHREI Schrei zu Beginn mancher tonisch-klonischer Anfälle.
INTRAKRANIELL Innerhalb des Schädels gelegen.
INTRAZEREBRAL Innerhalb des Gehirns gelegen.

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J

JACKSON ANFALL Nach engl. Neurologen (Hughlings J. Jackson, 1834-1911) benannte Form von einfachen fokalen Anfällen ohne Bewusstseinsverlust, die z.B. mit Muskelzuckungen an der hand beginnen und sich auf den Arm ausbreiten.
JACKSON MARSCH Anfallsausbreitung bei einem Jackson Anfall.
JANZ SYNDROM Nach dem deutschen Epileptologen Dieter Janz benanntes Epilepsiesyndrom (juvenile myoklonische Epilepsie).
JME Abk. für juvenile myoklonische Epilepsie.
JUVENILE ABSENCEN EPILEPSIE Epilepsie bei Jugendlichen mit Absencen.
JUVENILE MYOKLONISCHE EPILEPSIE Epilepsie bei Jugendlichen mit myoklonischen Anfällen.

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K

KALLOSOTOMIE Balkendurchtrennung; epilepsiechirurgischer Eingriff, bei dem der sogenannte Balken (Corpus callosum) durchtrennt wird.
KATAMENIALE EPILEPSIE Epilepsieverlaufsform bei Frauen mit enger zeitlicher Bindung des Auftretens von Anfällen an die Periodenblutung.
KATAPLEKTISCHER ANFALL Vorübergehender plötzlicher Verlust der Muskelspannung mit Hinstürzen ohne Störung des Bewusstseins. Nichtepileptische Anfallsform, meist nach heftiger Erregung auftretend, oft im Rahmen einer Narkoseepilepsie.
KETOGENE DIÄT Auf einer Erhöhung von Ketonkörpern im Blut basierende Diät die bei manchen Kindern mit ansonsten nicht beeinflussbarer Epilepsie zu einer verminderten Anfallshäufigkeit führen kann.
KETONKÖRPER Saure Abbauprodukte von fetten, z.B. Aceton.
KLEINE ANFÄLLE Unscharfer Sammelbegriff für epileptische Anfälle ohne Hinstürzen und Krampfen an Armen und Beinen aber mit Verlust des Bewusstseins.
KLEINHIRN Im Hinterkopf, neben dem Hirnstamm und zwischen Rückenmark sowie Großhirn liegender Hirnteil; im wesentlichen für die Abstimmung von Bewegungen zuständig.
KLONISCH Mit rasch aufeinanderfolgenden Muskelzuckungen und entsprechenden Bewegungen des Körpers bzw. von Armen und Beinen einhergehend.
KLONISCHE ANFÄLLE Mit rasch aufeinanderfolgenden Muskelzuckungen einhergehende Anfälle.
KLONUS Unwillkürliche, ruckartige Muskelzuckungen mit rasch wechselnder An- und Entspannung.
KOGNITIVE NEBENWIRKUNGEN Nebenwirkungen mit Einschränkung der geistigen Fähigkeiten (z.B. Konzentration, Aufmerksamkeit oder Lernfähigkeit).
KOMA Tiefe Bewusstlosigkeit ohne Erweckbarkeit.
KOMATÖS Tief Bewusstlos, im Koma.
KOMPENSIERTE EPILEPSIE Nicht mehr aktive Epilepsie, seit längerer Zeit Anfallsfrei.
KOMPLEX Etwas Zusammengesetztes, z.B. feste Folgen von 2 Wellen im EEG.
KOMPLEXE ABSENCE Absencen mit über eine isolierte kurze Bewusstseinstörung hinausgehendenden Symptomen (z.B. Bewegungsautomatismen).
KOMPLEX FOKALE ANFÄLLE Epileptische Anfälle mit komplexer Symptomatik und Bewusstseinsstörung; komplexe fokale Anfälle betreffen vorwiegend den Schläfenlappen, können aber auch von anderen Hirnabschnitten ausgehen.
KONTRAINDIKATION Gegenanzeige; Nichtanwendbarkeit.
KONTRASTMITTEL Mittel zur besseren Auflösung oder Darstellung, z.B. bei der Computer- oder Magnetresonanztomographie.
KONVULSIVER ANFALL Mit Muskelzuckungen (Krämpfen) einhergehender Anfall; z.B. Jackson-Anfall, myoklonischer- oder tonisch-klonischer Anfall.
KONVULSIVER STATUS Mit konvulsiven Anfällen einhergehender Status epilepticus
KORTEX Hirnrinde; die äußere Schicht des Groß- und Kleinhirns.
KORTIKAL Die Hirnrinde betreffend.
KRAMPFANFALL Andere Bezeichnung für konvulsiven epileptischen Anfall.
KRAMPFHERD Veralteter Ausdruck für jenen Gehirnabschnit, von dem ein Anfall ausgeht.
KRAMPFSCHWELLE Gedankliche Vorstellung einer Art Grenzlinie , bei deren Überschreitung Anfälle entstehen. Beispiele wären, übermäßiger Alkoholkonsum, das Weglassen von Antiepileptika, Schlafentzug oder die Einnahme von Medikamenten die Anfälle begünstigen.
KRAMPFPOTENTIALE Veralteter Ausdruck für , bei Epilepsie vorkommende charakteristische EEG- Veränderungen.

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L

LANDAU KLEFFNER SYNDROM Seltenes Epilepsie Syndrom mit Beginn bei Kleinkindern bei dem es über Jahre hinweg zu einer zunehmenden Verschlechterung der Sprache kommt. Die begleitenden fokalen- oder generalisierten Anfälle hören in der Adoleszenz (Zeitraum des Erwachsenwerdens - 12 bis 20 Lebensjahr).
LÄSION Ursächlich zunächst nicht näher einzuordnende umschriebene Veränderung oder Störung einer Gewebestruktur, die z.B. im Computer- oder Magnetresonanztomogramm sichtbar ist.
LÄSION Ursächlich zunächst nicht näher einzuordnende umschriebene Veränderung oder Störung einer Gewebestruktur, die z.B. im Computer- oder Magnetresonanztomogramm sichtbar ist.
LÄSIONEKTOMIE Operative Entfernung einer umschriebenen Veränderung, z.B. einer Narbe oder sonstigen Störung im Gehirn.
LÄSIONELLE CHIRURGIE Chirurgische Vorgehen, das auf die Entfernung umschriebener Gewebeveränderungen ausgerichtet ist.
LAPPEN Ein relativ gut abgrenzbarer Teil eines Organes; das Gehirn besteht z.B. aus Frontal- (Stirn), Temporal- (Schläfen), Parietal- (Scheitel), Okzipital- (Hinterkopf) und Zentrallappen (oder Inselregion).
LATENTE EPILEPSIE Verborgene Epilepsie; irreführende Bezeichnung für Menschen mit epileptiformen EEG- Veränderungen ohne Anfälle (andere Bezeichnung ist bioelektrische Epilepsie).
LENNOX- GASTAUT- SYNDROM Eine schwere Epilepsieform, die meist im 4. bis 8. Lebensjahr beginnt und mit typischen EEG- Veränderungen sowie verschiedenen einhergeht, insbesondere atypischen Absencen, myoklonisch- astatischen und myoklonischen Anfällen.
LESE EPILEPSIE Reflexepilepsie mit Anfallsauslösung beim Lesen.
LIQUOR Nervenwasser; Flüssigkeit in den Hohlräumen des Gehirns, sowie im Gehirn und Rückenmark.
LISSENZEPHALIE Glattes ungefurchtes Gehirn. Anlagebedingte Missbildung, die sehr oft mit epileptischen Anfällen einhergeht.
LOADING DOSE Engl. Ladedosis - Aufsättigungsdosis; vergleichsweise hohe Dosis zu Beginn einer medikamentösen Behandlung; bei Epilepsien praktisch nur bei Notfällen berechtigt.
LOBEKTOMIE Entfernung eines Gehirnlappens (meist eines größeren Teils des Schläfenlappens).
LONG TERM MINITORING Langzeitüberwachung, z.B. mit Video- EEG oder Kasettenableitung; dient meist zur Anfallsregistrierung.
LTG Akz. für Lamotrigin, neues Antiepileptikum.

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M

MAGNETENZEPHALO-
GRAPHIE
Untersuchungsmethode, die den Ursprung schwacher biomagnetischer Felder z.B. im Gehirn feststellen kann.
MAGNETRESONANZ-
SPEKTROSKOPIE
Spezialuntersuchung mit der Magnetresonanztomo- graphie, bei der die Konzentration von Stoffen, in ausgewählten Abschnitten des Gehirns bestimmt werden kann.
MAGNETRESONANZ-
TOMOGRAPHIE
Der Computertomographie ähnelnde Untersuchungsmethode, die aber zur Messung Magnetfelder anstelle von Röntgenstrahlen verwendet.
MAPPING Bildliche Darstellung von EEG- Merkmalen auf einer Schematischen Landkarte der Schädel- oder Gehirnoberfläche, meistens in Farbcodierter Form.
MARSCH Ausbreitung epileptischer Aktivität; z.B. nur in einer Hand auftretende Zuckungen, die sich dann über den Unterarm auf den ganzen Arm und unter Umständen auf die ganze Körperseite oder auch den ganzen Körper ausbreiten. Typische Merkmale sogenannter Jackson Anfälle.
MEG Abk. für Magnetresonanzphalographie.
MELAS Abk. für engl. "mitochondrial encephalopathie with lactate acidosis and strok like episodes" (In den Mitochondrien liegende Störung des Stoffwechsels aller Körperzellen, die mit einer erhöhten Milchsäurekonzentration im Blut einhergeht und am Gehirn zu Schlaganfall- ähnlichen Störungen sowie zu epileptischen Anfällen führt.
MEMBRAN Umhüllendes, trennendes oder abgrenzendes Gewebe.
MENINGEN Hirnhäute, als Membran das Gehirn und Rückenmark umgebend.
MENINGEOM Gutartiger, von den Hirnhäuten ausgehender und häufig mit Anfällen einhergehender Hirntumor.
MESIALE
TEMPORALLAPPEN- EPILEPSIE
Epilepsie mit Ausgang der Anfälle von innen (zur Mitte des Gehirns hin) liegenden Teil des Temporal- oder Schläfenlappens.
MISCHEPILEPSIE Ungenaue Bezeichnung für eine Epilepsie mit mehr als einer Anfallsform.
MORBUS RECKLINGHAUSEN Vererbbare Krankheit der Haut und des Nervensystems, bei der es im Gehirn zu gutartigen Tumoren kommen kann, die u.a. für epileptische Anfälle verantwortlich sein können. Andere Benennung: Neurofibromatose.
MORBUS SACER Lateinisch: heilige Krankheit, völlig überholte Bezeichnung für Epilepsie.
MRS Akz. für Magnetresonanzspektroskopie.
MRT Akz. für Magnetresonanztomographie.
MULTIFOKAL Von mehreren voneinander unabhängigen Herden ausgehend.
MUSKELBIOBSIE Entnahme einer Muskelprobe; bei Epilepsien z.B. bei Verdacht auf mitochondriale Zytopathien sinnvoll.
MYDRIASIS Pupillenerweiterung.
MYOKLONISCH
ASTATISCHE ANFÄLLE
Anfälle mit zum Sturz führenden Muskelzuckungen, bezeichnend für Blitz, Nick und Sturzanfälle, da diese häufig kombiniert auftreten.
MYOKLONUSEPILEPSIE Mit myoklonischen Anfällen einhergehende Epilepsie.

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N

NARBENEPILEPSIE Epilepsie aufgrund einer Narbe an der Gehirnoberfläche.
NARKOLEPSIE Krankheit mit tagsüber und ohne normale Müdikeit anfallsweise auftretendem Schlafzwang. Etwa 3/4 der Betroffenen leiden auch an einer Kataplexie.
NEONATALE ANFÄLLE Neugeborenenanfälle; Anfälle in den ersten 4 Wochen nach der Geburt.
NEUGEBORENENKRÄMPFE Sammelbegriff für epileptische Anfälle von Neugeborenen.
NEUROLEPTIKA Psychopharmake mit Wirkung gegen Schizophrenien und anderen Psychosen, in schwacher Form auch ansonsten zur Beruhigung und Verbesserung des Schlafes eingesetzt.
NICHTEPILEPTISCHE ANFÄLLE Anfälle aufgrund von anderer seelischer oder körperlicher Erkrankungen, z.B. Herz/Kreislaufstörungen, die keine epileptischen Anfälle sind.
NICKANFALL Epileptischer Anfall mit Nickbewegungen des Kopfes
NIEDRIGE ANFALLSSCHWELLE Abnormleichte Auslösbarkeit von Anfällen, z.B. durch Schlafmangel oder durch Medikamente.
NMR Abk. für Nukleare Magnetresonanztomographie (andere Bezeichnung für Magnetresonanztomographie).
NON-KONVULSIVE ANFÄLLE Anfälle ohne Muskelzuckungen (krämpfe); z.B. Absencen oder komplex fokale Anfälle.
NÜCHTERNSPIEGEL Serumkonzentration (Blutspiegel) eines Medikaments am Morgen vor der Einnahme der ersten Dosis.

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O

ÖDEM Gewebeschwellung durch vermehrte Flüssigkeitseinlagerung.
OKZIPITAL Am Hinterkopf gelegen.
OKZIPITALLAPPEN Hinterkopflappen des Gehirns.
OLIGODENDROGLIOM Gutartiger Hirntumor.
OLOGO EPILEPSIE Epilepsie mit seltenen Anfällen.

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P

PANIK ATTACKE Plötzlich anfallsweise auftretender Angst-Anfall.
PARESE Teilweise Lähmung.
PARTIELL Teilweise; siehe auch fokal.
PARTIELLE ANFÄLLE Fokale Anfälle, nur einen Teil des Gehirns betreffende, herdförmige Anfälle.
PARTIELLER SCHLAFENTZUG Teilweiser Schlafentzug, z.B. vor einer EEG-Ableitung zur Erhöhung der Aussagekraft.
PB Abk. für Phenobarbital.
PET Abk. für Positronen-Emissions-Tomographie.
PETIT MAL Unscharfer Sammelbegriff für epileptische Anfälle ohne Hinstürzen und Krampfen an Armen und Beinen, aber mit Verlust des Bewusstseins (siehe komplex fokale Anfälle).
PHENACEMID Reserve- Antiepileptikum.
PHENOBARBITAL Antiepileptikum; eigentlich ein Schlafmittel, dessen anfallsunterdrückende Wirkung zufällig entdeckt wurde.
PLATTEN ELEKTRODEN Auf einer Platte angeordnete Vielfach- Elektroden zur präoperativen EEG- Ableitung direkt von der Gehirnoberfläche.
PME Abk. für progressive Myoklonus- Epilepsie.
POLYSPIKE Mehrere kurz hintereinander auftretende Spitzen im EEG.
POLYSPIKE WAVE KOMPLEX EEG- Komplex mit Verknüpfung mehrerer kurzer Spitzen und einer langsamen Welle.
PORENZEPHALIE Angeborenen Missbildung des Gehirns mit Defekten in Rinde und Mark; häufig mit epileptischen Anfällen einhergehend.
POSITRONEN EMISSIONEN TOMOGRAPHIE Aufwendige Untersuchungstechnik des Gehirns, bei der die Verteilung einer kurzandauernden Strahlung sogenannter Elementarteilchen gemessen und in Bilder umgesetzt wird.
POSTTRAUMATISCHE EPILEPSIE Auf eine Gewalteinwirkung (im Rahmen eines Unfalles) zurückzuführende Epilepsie. Der Abstand zwischen Unfall und erstem Anfall kann mehrere Monate oder Jahre dauern.
POSTURALER ANFALL Epileptischer Anfall mit Einnahme einer bestimmten Körperhaltung.
PRÄVALENZ Anzahl von Fällen einer bestimmten Krankheit zu einem bestimmten Zeitpunk bei einer bestimmten Anzahl von Menschen.
PRIMÄR GENERALISIERTE ANFÄLLE Epileptische Anfälle, die von Beginn an das ganze Gehirn beteiligen.
PRIMIDON Antiepileptikum, mit Phenobarbital eng verwandt, Handelsnamen z.B. Mylepsinum®  oder Resimatil® .
PRM Abk. für Primidon.
PROGRESSIV Fortschreitend, zunehmend, sich verschlechternd.
PROPULSIV ANFALL Anfall mit Fallneigung nach vorne; frühere Bezeichnung für BNS- Anfall.
PROSPEKTIVE STUDIE Untersuchung, mit systematischer Unersuchung des weiteren Krankheitsverlaufes, meist bei einer größeren Anzahl von Patienten, mit derselben Anfallsform und unter Beobachtung einer bestimmten Frage (z.B. der Wirkung und Verträglichkeit eines bestimmten Medikamentes).
PROVOZIERTE ANFÄLLE Durch eigenes Verhalten oder Umweltreize ausgelöste Anfälle.
PSEUDOANFALL Psychogener Anfall.
PSEUDO LENNOX SYNDROM Bezeichnet atypischen benignen fokalen Epilepsie, das mit meist aus dem Schlaf auftretenden großen Anfällen, generalisierten kleinen Anfällen mit absencenartigen Dämmerzuständen, Nickanfällen und Sturzanfällen, ohne tonische Anfälle" einhergeht.
PSYCHOGENER ANFALL Durch seelische Ursachen ausgelöster nichtepileptischer Anfall.
PSYCHOMOTORISCHER ANFALL Andere Bezeichnung für komplex-fokalen-Anfall, meist mit Beteiligung des Schläfenlappens.
PYKNOLEPSIE Vorwiegend in Deutschland übliche Bezeichnung für primär generalisierte Epilepsieform mit gehäuften Absencen bei Kindern und Jugendlichen.

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Q

QUALITY OF LIFE Lebensqualität; neben der Anfallshäufigkeit zunehmend mehr berücksichtigtes Erfolgsmerkmal einer Epilepsiebehandlung.

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R

RASMUSSEN ENZEPHALITIS Schwere Form einer ursächlich bislang ungeklärten kindlichen Enzephalitis, bei der es zu schwer behandelbaren fokalen Anfällen kommt; oft ist eine neurochirurgische Behandlung bis hin zum weittestgehenden Ausschalten der erkrankten Hirnhälfte erfolgreich.
REFLEXANFALL Nach bestimmten auslösenden Reizen auftretender Anfall.
REFLEX EPILEPSIE Epilepsie bei der Anfälle reflektorisch nach bestimmten auslösenden Reizen auftreten.
RETROPULSIVE ANFÄLLE Anfälle mit Fallen nach hinten.
RETT SYNDROM Nur bei Mädchen vorkommende Enzephalopathie mit geistiger Behinderung und typischer Einschränkung des normalen Gebrauchs der Hände. Bei etwa 75% der Patienten treten auch epileptische Anfälle auf.
ROLANDSCHE EPILEPSIE Altersgebundene gutartige fokale Epilepsie bei Kindern ind Jugendlichen mit bevorzugt Nachts auftretenden Anfällen und spontaner Rückbildung bis zum 20. Lebensjahr.

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S

SALAAM ANFÄLLE Bei Kleinkindern vorkommende langsame Verlaufsform eines sogenannten BNS Anfalles mit zusammenführen der Arme vor die Brust in Art eines arabischen Salaam- Grußes.
SCHLAFEPILEPSIE Im EEG feststellbare verschiedene Schlaftiefen.
SCHLÄFENLAPPEN In der Schläfenregion (Temporallappen) liegende Gehirnteile.
SEKUNDÄR GENERALISIERTE ANFÄLLE Sich aus fokalen Anfällen entwickelnde generalisierte Anfälle.
SGTKA Abk. für sekundär generalisierter tonisch klonischer Anfall.
SHARP WAVE Steile Welle; epileptisches EEG- Muster.
SPÄTANFALL Mit einem Abstand von mehr als einer Woche nach einer Kopfverletzung auftretender Anfall.
SPÄTEPILEPSIE Epilepsie mit Beginn im Erwachsenenalter.
SPECT Abk. für engl. singl photon emission computed tomopraphy (Einzel-Photonen-Emissions-Computertomographie) ; sowohl der Coputertomographie (CT) als auch der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ähnelndes Untersuchungsverfahren bei dem die Verteilung und Anreicherung einer schwach radioaktiv markierten Substanz in Körpergeweben gemessen wird.
SPIKE Spitze; kurzdauerndes Spitzenpotential im EEG.
SPIKE-(and)-WAVE Epileptisches EEG- Muster bei dem auf eine Spitze jeweils regelmäßig eine langsame Welle folgt,
SPRACHZENTRUM Für die Sprache zuständige Teile des Gehirns, bei Rechtshändern und der Mehrzahl der Linkshänder für das Sprachverständnis im linken hinteren Schläfenlappen, und für die Sprachproduktion im linken hinteren Frontallappen.
STAMMGANGLIEN Nervenzellansammlungen in der Tiefe des Gehirns; andere Bezeichnung wäre Basalganglien.
STATUS Zustand.
STATUS EPILEPTICUS Daueranfall; bei konvulsiven Anfällen lebensgefährliche Häufung von Anfällen ohne zwischenzeitliche Erholung, bzw. Wiedererlangung des Bewusstseins.
STURZANFALL Anfall, der mit einem plötzlichen Hinstürzen einhergeht.
SUBDURAL Unterhalb der harten Hirnhaut gelegen.
SUBKLINISCHER ANFALL Unbestrittenes Konzept von nur im EEG oder psychischen Verhalten erkennbaren Anfällen.
SUBKORTIKAL Unterhalb der Hirnrinde gelegen.
SUPPLEMENTÄR Ergänzend, unterstützend.
SUPPLEMENTÄR MOTORISCHE ANFÄLLE Epileptischer Anfälle mit vermutetem Ausgang von oder Beteiligung der supplementär motorischen Region; im Schlaf oder tagsüber kommt es bei erhaltenem Bewusstsein zu kurzen tonischen Anfällen und Haltungsanomalien sowie unwillkürlichen sprachlichen Äußerungen.
SYLVISCHE FURCHE Hirnfurche zwischen Frontal- und Temporallappen.
SYMPTOMATISCHE EPILEPSIE Epilepsie aufgrund einer erkennbaren Ursache.
SYNAPSE Kontaktstelle zwischen Nervenzellen; an denen die elektrische Erregung durch chemische Überträgerstoffe (Transmitter) weitergegeben wird.
SYNAPTISCHER SPALT Enger Spalt an der Kontaktstelle von Nervenzellen der durch chemische Überträgerstoffe überbrückt wird.

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T

TACHYKARDIE Beschleunigter Herzschlag (über 100 pro Minute).
TEMPORÄR Vorübergehend.
TEMPORAL An der Schläfe gelegen.
TEMPORALLAPPEN Schläfenlappen des Gehirns.
TEMPORALLAPPEN EPILEPSIE Epilepsie, die vom Schläfenlappen ausgeht.
TERMINALSCHLAF Schlaf am Ende eines (meist generalisierten tonisch- klonischen) Anfalls.
THALAMUS Teil des Zwischenhirns, in erster Linie für die Weiterleitung von Empfindungen vom Körper zum Gehirn zuständig.
TLE Abk. für Temporallappenepilepsie.
TODDSCHE LÄHMUNG Lähmung einer Gliedmaße nach einem epileptischen Anfall, bis zu 48 Std. anhaltend.
TONISCHE ANFÄLLE Mit einer vermehrten Anspannung der Muskulatur einhergehend.
TONISCH KLONISCH Zunächst mit einer erhöhten Muskelspannung und anschließend mit Zuckungen der Muskulatur einhergehend.
TONUS Anspannung, Spannungszustand, z.B. von Muskeln.
TOXISCH Giftig, bei Medikamenten durch zu hohe Dosis bedingt.
TREMOR Unwillkürliches Zittern von Körperteilen.
TRIGGER Auslöser.
TUBERÖSE SKLEROSE Angeborene vererbbare Krankheit mit Veränderungen am Gehirn und an der Haut, die oft mit epileptischen Anfällen einhergeht (bei Kleinkindern häufig als symptomatisches West-Syndrom)

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U

UNZINATUSANFALL Andere Bezeichnung für komplex-fokalen Anfall mit Ausgang von einem bestimmten Teil des Schläfenlappens und Geruchshalluzinationen zu Beginn.

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V

VALPROINSÄURE Antiepileptikum der ersten Wahl, Handelsname z.B. Ergenyl ® oder Orfiril ®.
VERSIV ANFALL "Wende-" oder "Dreh-Anfall"; Anfall mit einer Wende- oder Drehbewegung (z.B. von Augen, Kopf oder Körper) zu einer Seite.
VIGABATRIN Neues Antiepileptikum mit besonderem Wikmechanismus (Erhöhung der Konzentration des hemmenden Neurotransmitters GABA).
VPA Abk. für Valproinsäure.

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W

WADA TEST Hemisphärendominanztest zur Überprüfung der
 Frage, welche Hirnhälfte für die Sprache verantwortlich
 ist. Bei dem Test wird eine Hirnhälfte, oder ein Teil
davon, durch das Einspritzen eines Betäubungsmittels in
 die versorgende Schlagader für einige Minuten
narkotisiert und damit "ausgeschaltet".
WEST SYNDROM Epilepsieform des frühen Kindesalters mit häufigen
BNS- Anfällen und typischen EEG- Veränderungen (sog. Hypsarrhythmie).
WIRKUNGSMECHANISMUS Für Antiepileptika: Vorgänge auf Ebene der Nervenzellen,
 über die Medikamente wirken; für die meisten
Antiepileptika weitgehend unbekannt.

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X

Y

Z

ZAHNKRÄMPFE Volkstümliche Bezeichnung für Fieberkrämpfe.
ZENTRO TEMPORAL In der Zentral- und Temporalregion gelegen.
ZENTRO TEMPORALE SPIKES / SHAP WAVES EEG Spitzenpotentiale in der Zentral- und Temporalregion besonders häufig in der "Rolandschen-" Epilepsie vorkommend.
ZEREBELLAR Das Kleinhirn betreffend.
ZEREBELLARE ATROPHIE Schrumpfung des Kleinhirns.
ZEREBRAL Das Gehirn betreffend.
ZEREBRALE ANFÄLLE Anfälle aufgrund einer Erkrankung des Gehirns, in der Regel als Ersatzbezeichnung für epileptische Anfälle gebraucht.
ZEREBRALES ANFALLSLEIDEN Andere Bezeichnung für Epilepsie.
ZYKLOLEPTISCH Mit einer zeitweisen Häufung einhergehend, z.B. von epileptischen Anfällen.

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Literatur: EPILEPSIE von A-Z
(Auszüge) von
Dr. med. Günter Krämer.
(TRIAS) ISBN 3-89373-326-4 
 

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Hier ein kleiner Teil der häufigsten Anfallsarten es erhebt sich daher kein Anspruch auf  Vollständigkeit. Bitte besprechen Sie die näheren Details mit Ihrem Arzt, sein Wissen wird sicher Ihren  Ansprüchen gerecht werden.

Einteilung der Anfälle nach der Internationalen Liga gegen Epilepsie:

EINFACHE FOKALE   KOMPLEXE FOKALE   ABSENCEN   MYOKLONISCHE   BNS   TONISCHE   ATONISCHE   KLONISCHE 
  STURZ   AUREN   STATUS EPILEPTICUS   GENERALISIERTE TONISCH-KLONISCHE (GRAND-MAL)   
PSYCHOGENE NICHTEPILEPTISCHE

 

ALLGEMEINES:

Allgemein kann man sagen, epileptische Anfälle können jederzeit auftreten, durch Behandlung und begleitende Maßnahmen können sie jedoch in den Auswirkungen erleichtert werden. Dabei hilfreich ist ein Anfallskalender und, wenn möglich, eine begleitende Beschreibungen der persönlichen Wahrnehmung. Dies kann dem behandelnden Arzt bei der Diagnose und Therapie eine wesentliche Unterstützung sein.

 

EINFACHE FOKALE ANFÄLLE

Menü-Anfallsformen

1.1 Einfach fokale Anfälle
Sie haben ihren Ursprung in der motorischen Hirnrinde des Frontal- oder Stirnlappens. Epileptische Entladungen, deren Ursprung auf der linken Hirnhälfte liegen, können zu Muskelzuckungen auf der rechten Körperseite führen und umgekehrt. Je nach Abschnitt der betroffenen motorischen Hirnrinde können diese in Gesicht, Armen, Beinen oder im Rumpf auftreten.
Jackson-Anfälle (Engl. Arzt, Sir John Jackson 1835-1911) sind motorisch einfache fokale Anfälle mit zunehmender Ausbreitung der Muskelzuckungen auf den ganzen Körper. Jackson-Anfälle können im Daumen beginnen und sich über die Hand und den Unterarm auf den ganzen Arm ausdehnen und sich auch unter Umständen auf den ganzen Körper, mit eintretender Bewusstlosigkeit, ausbreiten.
Bei einer typischen Kopf- und Armhaltung mit Drehung des Kopfes und der Augen zur Gegenseite (von der gestörten Hirnhälfte weg) und Anwinkeln sowie Anheben des Armes der Gegenseite, liegt der Ausgangsort in der sogenannten supplementär- motorischen Region an der Ober- und Innenseite des Stirn- oder Frontallappens. Dies wird als Adversivanfall oder wegen der Körperhaltung als Anfall mit einer Fechterstellung bezeichnet. Bei Anfällen mit Sprechhemmung kann es vorübergehend zu Ausfällen der Sprache kommen. Bei gleichzeitigen Myoklonien (Muskelzuckungen) im Unterkieferbereich oder im Gesicht und vermehrter Speichelproduktion spricht man von  Mastikatoriusanfällen (Kauanfälle). Nach motorischen einfachen fokalen Anfällen kann es noch nach Minuten oder Stunden, manchmal auch Tagen, zu Schwächen der betroffenen Körperstellen kommen (Toddsche Lähmung).

1.2 Anfälle mit sensiblen oder sensorischen Symptomen
Epileptische Entladungen von Nervenzellen führen zu plötzlich auftretenden Kribbel-, Taubheits- oder Wärmegefühlen beziehungsweise sonstigen Gefühlsstörungen. Diese Störungen können an den Extremitäten oder am Rumpf auftreten, je nachdem welcher Abschnitt der sensiblen Hirnrinde betroffen ist. Nach Sensiblen einfache fokale Anfällen kann es zu einem vorübergehenden Taubheitsgefühl der vom Anfall betroffenen Körperabschnitte kommen. 
Bei dieser Art von Anfällen kann es zu Seh-, Hör-, Geruchs-, Geschmacks- und Gleichgewichtsstörungen kommen. Weitere Formen von Störungen können in Sehen von Lichtblitzen, oder sonstigen optischen Wahrnehmungen, Hören von klopfenden, klingenden oder pfeifenden Geräuschen, Riechen bestimmter Düfte, Geschmacksempfindungen oder Schwindel, auftreten.
Wie bei den anderen fokalen Anfällen liegt die Störung in der gegenüberliegenden Hirnhälfte; das heißt bei Sehstörungen in der linken Gesichtshälfte im rechten Hinterhauptlappen. Geruchs- und Geschmacksstörungen sind Beispiele von im Schläfenlappen ablaufenden einfachen fokalen Anfällen bzw. Auren. 

1.3 Anfälle mit vegetativen oder autonomem Symptomen 
Betroffen bei dieser Art von Anfällen ist das vegetative oder autonome Nervensystem. Symptome können z.B. ein veränderter Herzschlag mit Beschleunigung, Verlangsamung oder unregelmäßigen Schlagen, einer vermehrten Schweißsekretion oder Störungen der Atmung oder auch einer Veränderung der Hautfarbe wie beispielsweise plötzliches Erblassen oder Erröten, sein.

1.4 Anfälle mit psychischen Symptomen 
Anfälle gehen meist vom Schläfen oder Temporallappen aus, sie können sich in plötzlichen Angstgefühl oder Stimmungsschwankungen und Denkstörungen äußern. Mögliche andere Symptome können ein verändertes Zeit- und Körpergefühl sein. Störungen bei Gedächtnisfunktionen, Halluzinationen sowie eine Beeinträchtigung von Wahrnehmungen können ebenfalls eine Folge von Anfällen mit psychischen Symptomen sein. 

KOMPLEXE FOKALE ANFÄLLE:

Menü-Anfallsformen

2.1 Einfache fokale Anfälle mit nachfolgender Bewusstseinsstörung
Anfälle mit Bewusstseinsstörung, die bewirkt, dass Betroffene auf Ansprache nicht mehr angemessen reagieren können. Die Bewusstseinsstörung kann vollständig oder unvollständig sein. Bei der unvollständigen Bewusstseinsstörung können teilweise Wahrnehmungen gemacht werden, Reaktionen darauf sind zumeist nicht möglich. Komplexe fokale Anfälle sind bei Erwachsenen die häufigste Anfallsform. 
Komplexe fokale Anfälle gehen am häufigsten vom Temporal- oder Schläfenlappen aus. Am zweithäufigsten ist der Frontal- oder Stirnlappen, dann folgen Parietal- oder Scheitellappen und Okzipital- oder Hinterhauptlappen. Ein Anfallsursprung in der Inselregion, dem sogenannten Zentrallappen ist ebenso denkbar. Komplex sind diese Anfälle deshalb weil es meist zu vielfachen Störungen kommt.
Bei dieser Art von Anfällen kommt es zumeist, im Gegensatz zu generalisierten tonischklonischen Anfällen, nicht zum Sturz beziehungsweise Umfallen. Der Anfall ist daher für Fremde nicht immer unbedingt erkennbar. Die Betroffenen erscheinen allenfalls in ihrem Zustand etwas eigenartig oder verändert.

2.2 Komplexe fokale Anfälle mit gleichzeitiger Bewusstseinsstörung
Bei einem kleinen Teil der komplexen fokalen Anfällen besteht von Beginn an eine Bewusstseinsstörung. Bei der Vielzahl der Betroffenen kommt es zunächst einmal zu einer sogenannten Aura. Symptome dafür können von der Magengegend aufsteigende eigenartige Wärme- und Übelkeitsgefühl sein, Die Aura ist ein Teil eines  einfachen fokalen Anfalles und wird bewusst erlebt, dadurch kann man sich später daran erinnern und sie wird dann  oft als Warnzeichen für einen schwereren Anfall erkannt. Erst danach kommt es zu einem starren abwesend wirkenden Blick und einer Bewusstseinsstörung. Oft ist zu Beginn ein Innehalten und Unterbrechen von Bewegungsabläufen zu beobachten. Dann kommt es zu als Automatismen zu bezeichnenden, quasi automatisch ablaufenden Bewegungen. Arten davon sind Blinzeln, Schmatzen, Lecken der Lippen, Kauen, Schlucken, Nesteln an der Kleidung oder an Knöpfen, beziehungsweise Reiben der Hände an der Kleidung oder an den Oberschenkeln. Es kann auch zu komplizierten Abläufen wie Herumlaufen, Aus- und Ankleiden, Rücken von Möbelstücken und dergleichen kommen. Viele geben kurze unpassende Floskeln von sich oder stellen immer wieder die selben Fragen. Obwohl Handlungen und sprachliche Formulierungen weitgehend fehlerfrei sind, haben die Betroffenen daran hinterher keine Erinnerungen.
Die Dauer solcher Anfälle liegt meist zwischen einer halben bis zwei Minuten. Allerdings gibt es auch wenige Sekunden dauernde und bis zu 20 Minuten anhaltende Anfälle. Danach kommt es in der Regel erst langsam zu einer Reorientierung, während die Betroffenen weder wissen, wo sie gerade sind noch was sie gerade tun.
Bei dieser Art von Anfällen sollte stets eine umfassende epileptologisch-neurologische Abklärung, einschließlich Magnetresonanztomographie erfolgen. Bei einem Drittel der Betroffenen kann durch Medikamente Abhilfe geschaffen werden. Bei allen anderen kann bei bestimmten Voraussetzungen durch einen epilepsiechirurgischen Eingriff abgeholfen werden. Bei einem überwiegenden Teil kann dadurch die Situation verbessert oder bereinigt werden. 

ABSENCEN

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Myoklonische Anfälle äußern sich in kurzen Muskelzuckungen. Eine leichte Form z.B. kann ein Kopfnicken sein und leichtes Arbeiten der Muskulatur im Bereich der Streckmuskeln, Schultern und Oberarme können betroffen sein, ein Schleudern der Arme wäre eine Folge davon. Andere Formen können beispielsweise blitzartiges Kopfnicken, ein seitliches Anheben der Arme oder ein Einknicken der Knie sein. Sie beginnen und enden plötzlich und eine Tätigkeit wird plötzlich unterbrochen und hinterher fortgeführt, als ob nichts passiert wäre. Die Dauer beträgt oft weniger als eine Sekunde, und das Bewusstsein bleibt erhalten. Gelegentlich können Myoklonen auch länger als eine Sekunde dauern. Bei Serienanfällen ab einer gewissen Dauer spricht man von einem Status myoklonischer Anfälle, und das Bewusstsein kann teilweise gestört sein.

KURZBESCHREIBUNG:

BEZEICHNUNGEN

Myoklonisch -> Muskelzuckungen. Myoklonische Anfälle,
progressive Myoklonusepilepsie.

FORMEN Progressive Myoklonusepilepsie, Status myoklonischer Anfälle.
AUSWIRKUNG Kopfnicken, Anheben der Arme, Einknicken der Knie, schleudernde Armbewegungen. Gesichtsmuskulatur bei der progressiven Myoklonusepilepsie.
REGIONEN Kopf, gesamte Körpermuskulatur, (vorwiegend Streckmuskeln)
ANFALLSDAUER Bruchteile von Sekunden, Beginn und Ende plötzlich.

BNS-ANFÄLLE

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BNS:                   ist die Abk. für Blitz-, Nick-, Salaam-Anfall.
Blitzanfall:            rasches blitzartiges Beugen von Kopf und Rumpf.
Nickanfall:           alleinige Muskelzuckung der Hals- und Nackenmuskulatur mit
                          gleichzeitigen Werfen der Arme nach oben und innen. 
Salaam Anfall:     bei langsameren Ablauf der Bewegungen der Hände vor der Brust,
                          wegen der Ähnlichkeit des morgenländischen Grüßens Salaam
                          Anfall genannt.

Anfälle dauern oft nur Sekundenbruchteile haben myoklonische sowie tonische Anteile und können in Serien mit bis zu 100 mal auftreten. Nach den  Anfallsserien weinen viele der betroffenen Kinder und man denkt oft dabei an Bauchschmerzen oder andere Ursachen. Eine andere englisch lautende Bezeichnung sind Infantile Spasmen (Infantil=kindlich, Spasmen=Verkrampfungen).
BNS- Anfälle und Infantile Spasmen sind die Hauptanfallsformen des sogenannten West- Syndroms.

TONISCHE ANFÄLLE

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Plötzliche Anspannung (Tonus, griechisch= Spannung) der Muskulatur, in der Regel mit Bewusstseinsverlust und/oder Atemstillstand. Bei Versteifungen kommt es meist zum abrupten Hinstürzen. Tonische Anfälle sind oft Epilepsieformen mit ungünstigem Verlauf. Sie sind eine sehr häufige Form beim Lennox- Gastaud- Syndrom.
Beteiligte Körperabschnitte werden bei tonischen Anfällen fixiert (z.B. verzerrter Gesichtsausdruck bei geöffneten Augen, oder bei der Atemmuskulatur durch Atemstillstand).
Dauer kann 10 Sek. bis 1 Minute betragen, das Bewusstsein ist dabei teilweise oder ganz gestört. Weitere Anzeichen sind Pupillenerweiterung (Mydriasis), beschleunigter Herzschlag (Tachykardie) oder vermehrter Speichelfluss. 

ATONISCHE ANFÄLLE

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Plötzliche Abnahme der Muskelspannung, entweder am ganzen Körper (generalisiert) oder an bestimmten Abschnitten z.B. Nackenmuskel (Herunterfallen des  Kopfes) können atonische Anfälle bewirken. Betroffene stürzen, wenn die Beine betroffen sind und der Anfall länger dauert, zu Boden. Sie werden dadurch oft als astatische - oder Sturzanfälle bezeichnet. Sie treten vorwiegend bei Kindern auf, vor allem bei schweren symptomatischen Epilepsien, wie dem sogenannten Lennox-Gastaut-Syndrom. Mit einer EMG- Ableitung kann man den Verlust der Aktivität der betroffenen Muskeln feststellen.
STURZANFÄLLE

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Anfallsarten mit Hinstürzen rechnet man generell zu den Sturzanfällen.
Sie kommen bei primär generalisierten-  sowie bei fokalen- als auch bei sekundär generalisierten Anfällen vor. Die häufigsten Anfallsformen sind dabei tonische-, myoklonische- oder atonische Anfälle. Sie sind durch hohe Verletzungsgefahr geprägt. Bei häufigen Anfällen (z.B. Lennox-Gastaut-Syndrom) wäre das Tragen eines Sturzhelms von Vorteil, da die Verletzungsgefahr verringert wird.
Mögliche Anfallsarten

Fokale Anfälle:

einfache fokale Anfälle
komplex fokale Anfälle

Generalisierte Anfälle:

myoklonische Anfälle
klonische Anfälle
tonische Anfälle
tonisch klonische (Grand-mal) Anfälle 
atonische Anfälle

 
KLONISCHE ANFÄLLE

Menü-Anfallsformen

Klonische Anfälle sind, wie der Name Klonus (griechisch=heftige Bewegung) Anfälle mit Zuckungen, umschriebener oder aller Muskeln des Körpers. Generalisierte klonische Anfälle treten oft mit Bewusstlosigkeit auf. Sie treten häufig bei Kleinkindern auf, aber auch bei Erwachsenen kommen sie bei der Frontallappenepilepsie vor.

GENERALISIERTE TONISCH-KLONISCHE ANFÄLLE (GRAND-MALE)

Menü-Anfallsformen

Die dramatischste Form der epileptischen Anfälle. Aufgrund der Länge der Bezeichnung wird auch oft vom "Grand- mal"  (franz. Großes Übel) oder "generalisierten Krampfanfall" gesprochen.

Bedauerlicherweise wird diese Anfallsform in der Öffentlichkeit oft mit allen anderen Anfallsformen gleichgesetzt, wodurch Vorurteile gegenüber allen Menschen mit Epilepsien entstehen.

Grand-Mal-Anfälle kommen insgesamt bei der Hälfte aller Epilepsien vor. Man kann drei Phasen beobachten. Auf die erste, tonische Phase mit Anspannung der Muskulatur folgt die zweite, klonische Phase mit dem eigentlichen Krampfen, bevor der Anfall durch die Nachphase beendet wird.

Weitere Zustände in der tonischen- oder Anspannungsphase sind das Anspannen der Muskulatur der inneren Organe. Bei geschlossenen Mund kann beim Auspressen der Atemluft aus der Lunge ein eigenartiges Stöhnen oder ein sogenannter Initialschrei auftreten, was bei Kindern im Vergleich zu Erwachsenen verhältnismäßig selten der Fall ist. Danach kann die Atmung für eine gewisse Zeit aussetzen, weshalb die Betroffenen blau anlaufen können. Diese Zustände dauern zumeist 10 bis 20 Sekunden.

Die Krampfphase (klonisch) dauert zumeist 30 bis 60 Sekunden, höchstens 2 Minuten. Der Wechsel von Anspannung und Erschlaffung der Körpermuskulatur verursacht ein heftiges Krampfen oder Zucken. Die Augen können dabei offen bleiben. Verstärkter Speichelfluss kann bei gleichzeitigem heftigen Ausatmen zur Schaumbildung führen, ein Zungenbiss ist nicht bei jedem Anfall zu beobachten.

Die Nach- oder Abschlussphase kann Minuten bis Stunden dauern und beendet den Anfall meist mit einem erlösenden Schlaf, aus dem man anfangs nicht leicht zu erwecken ist. Nach dem Erwachen braucht es oft noch einige Zeit um zu einer normale Unterhaltung fähig zu sein. Oft ist nach einem solchen schweren Anfall das Bedürfnis groß alleine zu sein, und ist froh wenn diesem Beachtung geschenkt wird. Oft hat man später an den Anfall selber keine Erinnerung mehr und Muskelschmerzen, Kopfweh oder Schwindel können über Stunden bis Tage andauern.

Bei Kindern kann die tonische Phase länger dauern, als die klonische, die oft nur aus wenigen Zuckungen besteht. Außerdem können die Anfälle asymmetrisch (seitenungleich) ablaufen sowie Halbseitenkrämpfe sind möglich. Die Anfälle können insgesamt weniger heftig auftreten.

Eine Häufung mehrerer Grand-mal-Anfälle ist eine Anfallserie. Bei einem Grand-Mal-Status kommt es zu mehreren generalisierten-tonisch-klonischen-Anfällen ohne zwischendurch das Bewusstsein zu erlangen. 

Dabei handelt es sich immer um eine lebensbedrohliche Situation, die ein möglichst frühzeitiges ärztliches Eingreifen erforderlich macht

Generalisierte-tonisch-klonische-Anfälle können wie die meisten anderen Anfallsformen auch sehr viele verschiedene Ursachen haben und kommen bei verschiedenen Epilepsien vor. 
Primär-generalisierte-tonisch-klonische-Anfällen  treten meist aus heiterem Himmel morgens auf, und sind oft Ausdruck einer Aufwach-Grand-mal-Epilepsie.  
Sekundär-generalisierte-tonisch-klonische-Anfälle entwickeln sich aus einfachen- oder komplexen-fokalen-  Anfällen und sind oft Ausdruck einer Schlaf-Grand-mal-Epilepsie oder einer Grand-mal-Epilepsie ohne tageszeitliche Bindung.

Generalisierte-tonisch-klonische-Anfälle kommen in jedem Lebensalter vor. So unterschiedlich wie die Ursachen sind auch die Behandlungserfolge. Gelegenheitsanfälle können schon durch Umstellung der Lebensgewohnheiten vermieden werden. Auslösende Faktoren können hier Schlafentzug oder Alkohol sein.

AUREN

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Die Aura (lat. Brise, Lufthauch, Windstoss) ist ein meist nur wenige Sekunden dauernder einfacher fokaler Anfall, der häufiger in komplexe fokale oder sekundär generalisierte tonisch klonische Anfälle übergeht.
Auren sind selbst schon Teil des Anfalles, werden wie alle einfachen fokalen Anfälle bewusst erlebt. Durch die Möglichkeit der späteren Erinnerung daran können sie somit zu einem Warnzeichen von schwereren  Anfälle werden. Die Symptome von Auren und anderen fokalen Anfällen geben Hinweise auf den Anfallsursprung. Ein vom Magen aufsteigendes Übelkeitsgefühl spricht beispielsweise dafür, dass der Anfall im Schläfen- oder Temporallappen beginnt, und Lichtblitze deuten auf einen Anfallsursprung im Hinterhaupts- oder Okzipitallappen hin.
Der Beginn komplexer fokaler Anfälle ohne sofortige Bewusstseinsstörung wird von den Betroffenen in Form einer Aura bemerkt. Bei diesen Empfindungen handelt es sich um einfach fokale Anfälle, die meist eine sensorische, vegetative oder psychische Symptomatik haben.
Sensorische Auren können in Seh-, Hör-, Geruchs-, Geschmacks- und Gleichgewichtsstörungen bestehen.
vegetative oder autonome einfache fokale Anfälle betreffen das vegetative oder autonome Nervensystem, Anfallszeichen sind z.B. ein veränderter Herzschlag, vermehrtes Schwitzen, Atemstörungen, Pupillenveränderungen oder eine Gänsehaut.
Psychische Auren können sich z.B. in einem Angstgefühl oder Stimmungsschwankungen und Denkstörungen oder einem veränderten Zeit- und Körpergefühl äußern.
Keine Auren sind Vorahnungen (Prodome), die Stunden bis Tage vor einem Anfall in Form von Unruhe; Stimmungsschwankungen, Appetitlosigkeit, Reizbarkeit, Ruhe- und Rastlosigkeit oder Konzentrations- und Schlafstörungen auftreten können.

STATUS EPILEPTICUS

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Einzelne, oder rasch aufeinanderfolgende epileptische Anfälle, die länger als eine halbe Stunde, ohne zwischenzeitlicher Erholung, andauern, sind ein Status epilepticus. Es gibt epileptische Staten mit oder ohne Bewusstseinsverlust oder mit und ohne Krampfen.

Ein konvulsiver Status epilepticus ist ein lebensgefährlicher Notfall und muss, um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden,  sofort ärztlich behandelt werden.

Bei jedem dritten bis vierten Betroffenen steht ein Status epilepticus am Beginn einer Epilepsie.
 

Formen eines Status epilepticus:

Status generalisierter Anfälle:

  • Konvulsiver  (mit Krämpfen einhergehender) generalisierter Status epilepticus 

    • Generalisierter klonisch tonischer Status (Grand-mal-Status)

  • Nicht konvulsiver  (ohne Krämpfe einhergehender) generalisierter Status epilepticus 

    • Absencen Status, Spike wave Stubor, Petit mal Status

Status fokaler Anfälle:

  • Konvulsiver  (mit Krämpfen einhergehender) fokaler Status epilepticus 

  • Status konvulsiver einfacher fokaler Anfälle

    • Status einfacher fokaler Anfälle

    • Epilepsia partialis continua

  • Nicht konvulsiver (ohne Krämpfe einhergehender) fokaler Status epilepticus

  • Status nicht konvulsiver einfacher fokaler Anfälle

  • Status komplex fokaler Anfälle (psychomotorischer Status)

 

Ein Grand-mal-Status besteht aus wiederholten generalisierten-tonisch-klonischen-Anfällen ohne dazwischen das Bewusstsein wiederzuerlangen. 

Ein Grand-Mal-Status (generalisierte-tonisch-klonische-Anfälle) ist die schwerste lebensbedrohliche Form epileptischer Anfälle. 

Um etwaigen Hirnschädigungen vorzubeugen wäre eine  intensivärztliche Betreuungsmöglichkeit in einer neurologischen Klinik gut. Entscheidend dabei sind die ersten 2 bis 3 Stunden. 

Der  nicht konvulsive generalisierte Status epilepticus ist geprägt von Bewusstseinsstörungen, wobei das Spektrum von einer leichten Konzentrations- und Orientierungsstörung bis zu einem antriebsarmen verlangsamten Zustand verminderter Reaktionsfähigkeit und Verwirrung reicht. Hier besteht keine Lebensgefahr , einfache Handlungen (automatisch) können dabei ausgeführt werden. Andere Bezeichnungen wären Absencen-Status, Spike-wave-Stubor oder Petit-mal-Status. Die Ableitung eines EEG's ergibt eine sichere Erkennungsmöglichkeit.

Staten einfacher fokaler Anfälle treten überwiegend bei akuten umschriebenen Hirnschädigungen auf.
Beim sogenannten Jackson-Status sind das einfache -motorische- Anfälle mit einer langsamen Ausbreitung von z.B. in einer Hand beginnenden Muskelzuckungen auf den Unter- und Oberarm oder auch auf das Gesicht und die ganze Körperhälfte.

Die Epilepsia partialis continua,  auch Kojevnikoff-Epilepsie (nach einem russ. Arzt ) benannte Form eines Status, betrifft zum einen Kinder mit einer noch nicht genau geklärten Entzündungsform des Gehirns (Rasmussen-Enzephalitis) und zum anderen tritt sie auch in einer nicht altersgebundenen Form auf.

Die Staten der nicht konvulsiven einfachen fokalen Anfälle gehen meist vom Stirn-, Scheitel- oder Hinterhauptlappen des Gehirns aus. Beschwerden können Verwirrtheit, Missempfindungen oder Sehstörungen sein. Eine genauere Abklärung ist nur mit einem EEG möglich.

Die Staten der nicht komplex fokalen Anfälle äußern sich in länger dauernden Verwirrtheitszuständen mit Störungen im Erkennen und Verhalten, für die hinterher keinerlei Erinnerung besteht. Wie bei einzelnen komplexen fokalen Anfällen können durchaus kompliziertere Handlungen vollzogen werden, so dass Umstehende denken können, dies geschehe bewusst beziehungsweise absichtlich.

Allgemein kann gesagt werden, dass bei Kindern mit bekannter Epilepsie ein Status epilepticus nicht ungewöhnlich ist. Insgesamt haben 10% aller Epilepsiekranken einmal einen Status epilepticus
Beim Lennox-Gastaut-Syndrom erleidet fast jedes zweite Kind einen Status vorwiegend atypischer Absencen oder tonischer Anfälle.

Weitere Auslöser für einen Status epilepticus können  sein: 

Fieber, Hirnhautentzündungen , Kopfverletzungen, plötzlich auftretende Erkrankungen mit Beteiligung des Gehirns, das plötzliche Weglassen von Antiepileptika, Alkoholmissbrauch, Schlaganfälle, Tumore, Stoffwechselentgleisungen bei Zuckerkrankheit und eventuell auch als Nebenwirkung bei zu hohen Dosen von Medikamenten.

PSYCHOGENE NICHTEPILEPTISCHE ANFÄLLE

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Psychogen heißt "von der Psyche kommend", psychogene Anfälle werden daher  als nicht epileptische Anfälle verstanden. Es liegt hier keine epileptische Entladung von Nervenzellen zugrunde. Es heißt nicht, dass diese deshalb nicht schwerer oder echter sind als andere, denn diese sind ebenfalls Ausdruck einer Erkrankung wie epileptische Anfälle. Sie sehen oft ähnlich aus und werden daher auch manchmal mit epileptischen Anfällen verwechselt. In den meisten Fällen sind psychogene Anfälle unbewusste, nicht der willkürlichen Kontrolle durch die Betroffenen unterliegenden Störungen, die genauso als Krankheitszeichen zu werten sind wie eine Allergie oder hoher Blutdruck. Obwohl psychogene Anfälle keine körperliche Ursache haben, machen sie sich durch körperliche Ausdrucksformen (Wutanfall, Herumtoben oder Schreien) bemerkbar. Ein psychogener Anfall hat psychische Ursachen, diese liegen oft in schweren psychischen Belastungen in der Kindheit und Jugend, ein epileptischer Anfall hingegen körperliche. Bei einem psychogenen Anfall liegt die Störung oft im Dunkeln und kann wie ein epileptischer Anfall aussehen.

Quellen: 
EPILEPSIE-Bücher:  Antworten auf die häufigsten Fragen  TRIAS. Dr. med. Günter Krämer     
Der Epilepsiekranke TRIAS. Prof. Dr. med. Ansgar Matthes
Prof. Dr. med. Rolf Kruse
Eigene Erfahrung mit der Erkrankung meines Sohnes.

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Nachsatz:

Wie es meinem Sohn ergeht, er ist mittlerweile 41 Jahre, kann man aus dem anfangs erwähnten Artikel "Der Krampf" ersehen. 33 Jahre mit der Krankheit leben ist nicht einfach, aber ein Familienverband kann da einiges beitragen. Ich wünsche allen, denen es ähnlich ergeht, alles Liebe und alles Gute, am Weg mit Epilepsie. Eine große und auch sehr oft erfolgreiche  Herausforderung.

Puerzi 

 

 

e - MOBILITÄT                     E - Golf

Ich beschäftige mich gedanklich schon geraume Zeit mit dieser Art der Fortbewegung und kam erst durch die Berichte rund um den Tesla von Elon Musk so richtig in Fahrt. Hier konnte ich mir vieles an Wissen aneignen obwohl der Kauf eines solchen aus Preisgründen nicht in Frage kommt. Der Einstiegspreis des Model 3 liegt zwar auf ähnlicher Höhe als der E-Golf, nur gibt es für € 40.000.-   eine ziemlich vollwertige Ausstattung beim VW. Beim Tesla hört es bei einer Vollausstattung bei ca $ 60.000.- auf. Nicht zu verachten sind die Lieferzeiten bei Tesla wo sich Ende 2018, da soll es die Autos in Europa geben,  aus meiner Sicht schon vieles überholt hat.
Nun ist es aber durch die Förderungen zum Umstieg auf ein E-Auto, verbunden mit der Rückgabe eines alten Autos, doch sehr interessant geworden, wobei ich alles Weitere anschließend erläutern will.

                                                                               zurück E-Mobilität

 

Zum Thema Licht und Schatten werde ich das Positive (Licht) fett und das Negative (Schatten) normal und kursiv darstellen.

Die jüngsten Ereignisse haben mich bewogen auf ein E-Auto umzusteigen. Da ich mich schon längere Zeit damit beschäftige und einige Auto unter die Lupe nahm bin ich für mich überzeugt, dass der E-Golf meinen Ansprüchen betreffend Platzangebot, Reichweite und finanzielle Mitteln, entgegen kommt.


Der Bericht in der Kronenzeitung wonach man sich derzeit bis zu  € 11.000,- beim Kauf eines E-Golf ersparen kann, hat mich nun zum Kauf animiert.
Das ist allerdings nicht nur mir eingefallen. Damit ist die Lieferzeit auf ein halbes Jahr angestiegen.
Die Berichte bezüglich der Ersparnis waren auch höher gegriffen, aber unter Berücksichtigung aller Möglichkeiten sind es dann doch noch € 10.600.- geworden.

Das ergab nun meinen Wünschen entsprechend eine Leasingrate von unter € 400.- (inkl. Vollkasko Versicherung).
Etwaige Fahrbeschränkungen für meinen 12 Jahre alten Citroen sind damit endgültig vom Tisch.

Beim Verkaufsgespräch wurde auch über das  Erlangen der Förderungen gesprochen, da diese schon im Anbot berücksichtigt wurden.
Allerdings war der Nachweis der Kriterien nicht einfach zu erfüllen.. Schlussendlich bekam ich dann von Citroen die Euro 4 Norm meines Motor schriftlich bestätigt. Für die 100% erneuerbare Energie, das Kriterium für die Förderung des Bundeslandes Wien muss ich einen  Tarifwechsel vornehmen. Es handelt sich dabei um eine Erhöhung von 0,2 Cent pro KW, was sich hochgerechnet jährlich um eine Erhöhung von  € 12.- zu Buche schlagen wird. Kein Thema beträgt die Förderung immer hin  € 2500.-.

Alles in Allem eine gelungene Aktion und noch genug Zeit mich mit dem veränderten Mobilitätsverhalten auseinander zu setzen.

(wird laufend ergänzt)

Ein kurzer Rückblick

49 Jahre, solange besitze ich Autos mit Auspuff, bin ich mobil unterwegs. Im 50ten Jahr soll es anders werden. Der Zeit angepasst werde ich auf die E-Mobilität umsteigen.

Erfahrungen mit Verbrennungsmotoren konnte ich genug sammeln, Anfangs mit Benziner später nur mehr Diesel. Es folgt nun ein kurzer Auszug der Geschehnisse. Begonnen hat alles mit 2 Opel Rekord 1700 damals noch mit 3 Gang Lenkradschaltung.

Opel Rekord 1968 bis 1970

Gekauft bei einem Händler nicht privat, das sollte sich in den nächsten Tagen als gut herausstellen. Ich machte mit meinen Cousins  eine kleine Ausfahrt über die Jubiläumswarte. Bei der Retourfahrt hatte der Wagen einen Kupplungsschaden und der Verkäufer durfte sich der Reparatur erfreuen. Nach genau einem Jahr war der Opel nach einem Unfall ein Totalschaden, der Unfallgegner hatte eine Stopptafel ignoriert und mit dem Erlös aus der Versicherung konnte ich bald darauf einen gleichen Opel privat von der Straße weg kaufen. Auch dieser Kauf war vom Start weg mit einem Problem behaftet. Als ich am nächsten Tag aus meiner Garage fahren wollte bemerkte ich am Weg dorthin eine Ölspur und diese führte genau zu meinem Garagentor. Die kaputte Ölwanne wurde vom Verkäufer ausgetauscht. Wie beim ersten Wagen verlor ich auch diesen nach einem Jahr, wobei ich dieses Mal selber Schuld war. Es gelang mir nämlich bei einem Vorbeifahrmanöver  das Auto in die Rückseite eines parkenden Lastwagen zu befördern. Dieser stand zwar zu Ladezwecken in zweiter Spur und mein Bremsversuch scheiterte am Streusand sodass mein Motorraum unter den Lastwagen rutschte. Totalschaden durch eine kaputte Frontscheibe und einem verzogenen Fensterrahmen. Selbstredend, dass das Dach auch nicht mehr in Ordnung war.

VW-Käfer 1970 bis 1972


 

Gekauft bei VW- Gerstinger als Schnäppchen, wurde das Auto doch für die Tochter des Inhabers zurückgehalten. Ich bekam ihn dann doch, wahrscheinlich weil ich so nett bin. Gute Erinnerungen an das Fahrzeug blieben mir nicht. Meine Schwiegermutter war in Grein a. D. zu Hause und der VW samt Familie mehr auf der Autobahn als sonst wo. Damals gab es das Märchen mit einem Käfer kannst auf der Autobahn  vollgasfahren, das schadet ihm nicht.

Märchen deshalb, weil genau bei meinem Käfer eines schönen Tages auf der Westautobahn bei 120 km/h plötzlich ein lautes Klopfen zu hören war. Die Diagnose vom ÖAMTC lautete Pleuellagerschaden am 3. Zylinder, ist

aber bekannt, weil der Ölkühler davor sitzt und die Kühlung damit nicht zu 100 % gewährleistet ist. Ein Bekannter bot sich an den Schaden zu beheben und weil der Schaden genau nach einem Jahr (10.000 km) wieder auftrat war der Käfer Geschichte. Ich hatte nun von gebrauchten Autos genug, es musste ein neuer her.

 

Ford Escort 1300
1972 bis 1973


 

Neues Auto super Gefühl. Bis zu dem Tag wo ein entgegenkommender Autofahrer frontal in mein Auto krachte. Dieser wich einem in zweiter Spur stehenden Bier- LKW aus und krachte in mein Auto. Die Sache wurde gerichtsanhängig und der Bierlieferant kam als Zeuge zur Verhandlung. Mir wurde der Schaden zur Gänze ersetzt und ich konnte das Auto aufgrund des Bezuges einer neuen Wohnung fast ohne Verlust verkaufen.

BMW 2002ti
1973-1975


 

Wie vorher erwähnt wurden die finanziellen Mittel in die neue Wohnung investiert. Da standen für ein Auto keine finanziellen Mittel zur Verfügung.
 

Der BMW eines Arbeitskollegen befand sich  am Abschleppplatz der Gemeinde Wien und er schenkte mir das Auto für die geringfügige Depotgebühr. Ich nahm eine geladene Batterie mit und sollte er gleich anspringen war er meiner. Was soll ich sagen, er sprang an.

Mein erstes Auto über 100 PS, ein gutes Fahrgefühl im Vergleich zu den bisherigen Fahrzeugen. Der Spritverbrauch hoch, aber fast nur Stadtverkehr gefahren. Bis ich erkannte, dass der Treibstoff förmlich aus einem Bleistiftgroßen Loch im oberen Tankbereich verdunstete. Ein neuer Tank brachte demnach ein Minus von 2,5 Liter Verbrauch. Mit diesem Fahrzeug musste ich auch vor Gericht, es fuhr ein Mopedfahrer auf mein Auto auf. Daraus wurde mir Körperverletzung vorgeworfen. Ich wollte damals in einer Einbahn einparken und fuhr mit dem Retourgang einige Meter zurück. Vor Gericht sagte der Mopedfahrer aus ich wäre mit 50 km/h retour gefahren und er konnte demnach sein Moped nicht so rasch abbremsen. Er flog über mein Autodach nach vorne und blieb leicht verletzt liegen. Er wollte keine Rettung und beharrte bei der Verhandlung auf die 50 km/h. Der Sachverständige widerlegte diese Ansicht und ich wurde freigesprochen. Nach der Reparatur verkaufte ich den Wagen einem jungen Mann, der das Auto etwas später in Italien in einer Kurve an einen Baum anlehnte, Totalschaden.

VW Passat
1975-1978

 


 

Dazu gibt es nicht viel zu sagen, ich erstand das Auto von einem Arbeitskollegen um den Preis, den er vom Händler beim Kauf eines Neuwagens bekam. Er fuhr relativ brav und außer neuer Bremsen und einer Auspuffanlage war da in den drei Jahren nicht viel zu bemängeln.

 

Ford Taunus
1979-1982


 

Ein schönes Auto, kaum Reparaturen. Ich verkaufte ihn nach drei Jahren weil meine Gattin von unserer Nachbarin einen Saab 99 geschenkt bekam.

Saab 99
1982-1986

 


 

Das Auto war nicht zu vergleichen mit den von mir bisher gefahrenen Automarken. Schwer, robust und solide gebaut, ein echter Schwede. Wenn da nicht das Getriebe gewesen wäre.

Die Nachbarin ließ es schon einmal tauschen und es war noch in der Garantie, da blieben wieder die Gänge stecken. Das wurde zwar auf Kulanz wieder repariert aber als dann die Steuerkette auch noch kaputt wurde, war das Auto für mich Geschichte.

Nun begann eine langjährige Verbindung mit Citroen, von der ich am Anfang nicht wusste, dass sie 30 Jahre andauern würde. Es bekann mit einem BX

Citroen BX
1987-1997

 

Ich hatte den BX gebraucht 6 Jahre alt gekauft. Dem entsprechend gab es jede Menge Reparaturen der Verbrauchsteile. Bei einer Pickerlüberprüfung stellte ein eifriger Mitarbeiter des ARBÖ fest, bei diesen Modellen kommt es häufig zu Rostschäden beim Achskörper. Natürlich war meiner auch verrostet und es gab im Alter von 9 Jahren kein Pickerl. Die Auskunft von einer Wiener Citroenwerkstatt war, die Reparatur zahlt sich nicht aus sie würde etwa 12.000.- Schilling betragen. Ich war auch schon in Amstetten Kunde, immerhin hatten wir ein Haus in Purgstall an der Erlauf jahrelang in Miete und da war dies die nächstliegende Werkstatt. Der Werkstättenleiter meinte da müsse etwas auf Kulanz gehen. Der Achskörper war demnach umsonst und die Arbeitszeit betrug 4.200.- Schilling.

Citroen Xantia
1997-2015

         
 

Wir tauschten 1997 das Wochenenddomizil in Niederösterreich gegen eines in  der Steiermark. Dechantskirchen ca. 125 km von Wien entfernt, alles Autobahn wir verbrachten viele Wochenenden und jedwede Freizeit an der Rückseite des Wechselgebietes. Auch dort war es notwendig eine Citroenwerkstatt zu finden. In Eggendorf bei Hartberg gab es eine solche, dieser hatte auch einen Neuwagenverkauf und siehe da es stand schon die längste Zeit ein Xantia im Schauraum und wie ich bemerkte war der Inhaber bereit diesen günstig abzugeben. So begann 1997 ein 18 jähriges mobiles Verhältnis mit dem Xantia Break. Das Auto stand beim Wochenendhaus bergab und ich merkte nach starkem Regen im vorderen Fußraum wie sich da das Wasser sammelte. Schuld war von der Heckklappe das Schloss, es war undicht und wurde nach längerer Fehlersuche getauscht. Da das Wasser quer durch den Innenraum floss wurde auch der Rostschutz erneuert. Die eigentlichen schwerwiegenderen Reparaturen begannen so nach 10 Jahren.
Einspritzpumpe, Einspritzdüsen, Klimaanlage (Kompressor), Bremsen, mehrfach die Glühkerzen, Wegfahrsperre (dadurch musste ich 3 Mal abgeschleppt werden) um nur einige der Mängel aufzuzählen. Das Pickerl kostete mich die letzten 3 Jahre jedes Mal  1.000.- Euro. Wegen defekten Startschloss alle Schlösser getauscht, ich wollte kein Zweischlüsselsystem usw. Das zum Schluss gravierendste für mich waren die Abgaswerte, ohne Reinigung des Abgassystems gab es kein Pickerl. So kam es zur Trennung und ein C5 wurde angeschafft.

Citroen C5
2015 bis 2018

 


 

Das bisher komfortabelste, und bequemste Fahrzeug. Automatikgetriebe, Hydraulikfederung bescheren ein angenehmes Fahrgefühl. Wenn da nicht so wie zum Schluss beim Xantia die Probleme mit den Abgaswerten wären. Ein hoher Dieselverbrauch, ich fahre fast nur in der Stadt, führt nun zur Überlegung auf ein E-Auto umzusteigen, aber welches wird es werden.

 

 

Mit Sicherheit ein E-Auto hier die Auswahl.

BMW i3 33 kWh

Batterie: 33,2 kWh

Reichweite: 312 km

Verbrauch: 12,6 kWh/100km

Ladestecker: Typ2, CCS

Preis: ab  € 36.150

mehr zum BMW i3 33 kWh

 

 

 

BYD e6

Batterie: 80,0 kWh

Reichweite: 400 km

Verbrauch: 21,5 kWh/100km

Ladestecker: Typ2

 

 

 

CITROËN C-Zero

Batterie: 14,5 kWh

Reichweite: 150 km

Verbrauch: 12,6 kWh/100km

Ladestecker: Typ1, CHAdeMO

Preis: ab 19.390 €

mehr zum CITROËN C-Zero

 

 

FINE Mobile TWIKE

Batterie: 22,0 kWh

Reichweite: 350 km

Verbrauch: unbekannt

Ladestecker: Schuko

Preis: ab 53.549 € 
Auch in anderen Batteriegrößen und somit günstiger erhältlich. Verbrauch (Erfahrungswert) ca 4 – 7 kWh / 100 km

 

Ford Focus Electric

Batterie: 23,0 kWh

Reichweite: 162 km

Verbrauch: 15,4 kWh/100km

Ladestecker: Typ1

Preis: ab 34.900 €

mehr zum Ford Focus Electric

 

 

Hyundai IONIQ Elektro

Batterie: 28,0 kWh

Reichweite: 280 km

Verbrauch: 11,5 kWh/100km

Ladestecker: Typ2, CCS

Preis: ab 33.300 €

 

 

Kia Soul EV

Batterie: 27,0 kWh

Reichweite: 212 km

Verbrauch: 14,7 kWh/100km

Ladestecker: Typ1, CHAdeMO

Preis: ab 28.890 €


 

Kia Soul EV (2017)

Batterie: 30,0 kWh

Reichweite: 250 km

Verbrauch: 14,3 kWh/100km

Ladestecker: Typ1, CHAdeMO

Preis: ab 29.490 € 
Ab Juni 2017 erhältlich

 

Mercedes B-Klasse Electric Drive

Batterie: 28,0 kWh

Reichweite: 200 km

Verbrauch: 16,6 kWh/100km

Ladestecker: Typ 2

Preis: ab 39.151 €

 

Mitsubishi Electric Vehicle (2014)

Batterie: 16,0 kWh

Reichweite: 160 km

Verbrauch: 12,5 kWh/100km

Ladestecker: Typ1, CHAdeMO

Preis: ab 23.790 €



 

Nissan Leaf 24 kWh (2016)

Batterie: 24,0 kWh

Reichweite: 199 km

Verbrauch: 15,0 kWh/100km

Ladestecker: Typ1, CHAdeMO

Preis: ab 23.365 € (+ Batteriemiete), ab 29.265 € inkl. Batterie

mehr zum Nissan Leaf 24 kWh (2016)


 

Nissan Leaf 30 kWh (2016)

Batterie: 30,0 kWh

Reichweite: 250 km

Verbrauch: 15,0 kWh/100km

Ladestecker: Typ1, CHAdeMO

Preis: ab 28.485 € (+ Batteriemiete), ab 34.385 € inkl. Batterie

mehr zum Nissan Leaf 30 kWh (2016)


 

Opel Ampera-e

Batterie: 60,0 kWh

Reichweite: 520 km

Verbrauch: unbekannt
Ladestecker: Typ2, CCS

Preis: ab 39.330 € 
Ab Herbst 2017 erhältlich

 

 

Peugeot iON

Batterie: 14,5 kWh

Reichweite: 150 km

Verbrauch: 12,6 kWh/100km

Ladestecker: Typ1, CHAdeMO

Preis: ab 21.800 €

mehr zum Peugeot iON

 

Renault Twizy

Batterie: 6,5 kWh

Reichweite: 100 km

Verbrauch: unbekannt

Ladestecker: Schuko

Preis: ab 6.950 € (+ Batteriemiete)

 

Renault ZOE (2015)

Batterie: 22,0 kWh

Reichweite: 240 km

Verbrauch: 13,3 kWh/100km

Ladestecker: Typ2

Preis: ab 21.500 € (+ Batteriemiete)


 

Renault ZOE 41 kWh (2017)

Batterie: 41,0 kWh

Reichweite: 400 km

Verbrauch: unbekannt

Ladestecker: Typ2

Preis: ab 24.900 € (+ Batteriemiete), ab 32.900 € inkl. Batterie

 

 

 

 

Smart forfour electric drive (2017)

Batterie: 17,6 kWh

Reichweite: 155 km

Verbrauch: 13,1 kWh/100km

Ladestecker: Typ2

Preis: ab 22.600 €


 

Smart fortwo electric drive (2017)

Batterie: 17,6 kWh

Reichweite: 160 km

Verbrauch: 12,9 kWh/100km

Ladestecker: Typ2

Preis: ab 21.940 €

 

 

Tesla Model S 100D

Batterie: 100,0 kWh

Reichweite: 632 km

Verbrauch: unbekannt

Ladestecker: Typ2, Supercharger

Preis: ab 109.920 €

 

Tesla Model S 75

Batterie: 75,0 kWh

Reichweite: 480 km

Verbrauch: unbekannt

Ladestecker: Typ2, Supercharger

Preis: ab 68.970 €

 

Tesla Model S 75D

Batterie: 75,0 kWh

Reichweite: 490 km

Verbrauch: unbekannt

Ladestecker: Typ2, Supercharger

Preis: ab 74.670 €

 

Tesla Model S P100D

Batterie: 100,0 kWh

Reichweite: 613 km

Verbrauch: unbekannt

Ladestecker: Typ2, Supercharger

Preis: ab 154.820 €

 

 

Tesla Model X 100D

Batterie: 100,0 kWh

Reichweite: 565 km

Verbrauch: unbekannt

Ladestecker: Typ2, Supercharger

Preis: ab 115.000 €

 

Tesla Model X 75D

Batterie: 75,0 kWh

Reichweite: 417 km

Verbrauch: unbekannt

Ladestecker: Typ2, Supercharger

Preis: ab 96.750 €

 

Tesla Model X P100D

Batterie: 100,0 kWh

Reichweite: 542 km

Verbrauch: unbekannt

Ladestecker: Typ2, Supercharger

Preis: ab 166.150 €

 

Volkswagen e-Golf 2017

Batterie: 35,8 kWh

Reichweite: 300 km

Verbrauch: 12,7 kWh/100km

Ladestecker: Typ2, CCS

Preis: ab 35.900 €

Gekauft!
derzeit mit Umweltrabatten -26%

Volkswagen e-up!

Batterie: 18,7 kWh

Reichweite: 160 km

Verbrauch: 11,7 kWh/100km

Ladestecker: Typ2, CCS

Preis: ab 26.900 €

mehr zum Volkswagen e-up!

 

Anhand der Liste war es dann relativ einfach das für ältere Menschen gerade noch bequeme, der C5 war da unschlagbar, Auto auszusuchen.
Es war eindeutig der VW E-Golf, wo das Raumangebot, die Verarbeitung, und die Reichweite passt und für mich  als einziger in Frage kommt. Der Mercedes wäre da auch eine Option, da passt allerdings die Reichweite noch nicht.

Nun ist die Entscheidung zu Gunsten eines e-Golf gefallen und der bürokratische Weg konnte beginnen. So leicht kommt man eben nicht zu den einzelnen Rabatten. Nehmen wir da die Förderung für reine Elektroautos (Elektroantrieb oder Brennstoffzellenantrieb) vom Bundesministerien für Verkehr sowie Umwelt und der Automobilbranche ins Leben gerufen. Da beträgt die Förderung zum Beispiel für ein Privatfahrzeug 4.000.- Euro. Fahrzeuge mit einem Nettolistenpreis von über 50.000 € (hierzu zählt auch das bekannte Tesla-Modell) sind allerdings ausgenommen.
Nachgewiesen werden muss dann ein aus 100% erneuerbarer Energie bezogener Strom. Bei Wien Energie bedeutete das einen neuen Vertrag der die Stromrechnung mit 0,2 Cent pro KW belastet. Wie das dann allerdings festgestellt werden kann wie dieser Strom aus der Steckdose kommt bleibt ein Rätsel. Vielleicht bekommt er mit meinen 0.2 Cent gesponsert ein Mascherl mit, sodass man ihn als solchen erkennen kann.

Weniger spektakulär die Förderung (Verschrottungsprämie) der Automobilindustrie beim e-Golf immerhin € 6380,-. Hier ist nur der Nachweis zu erbringen, dass das Fahrzeug der Abgasnorm Euro 01- bis 04 entspricht. Da diese Norm in den Papieren nicht verzeichnet ist, bleibt nur der Gang zum Importeur. Ein E-Mail und eines retour und schon war die Angelegenheit erledigt.

Jetzt ist bei dem Projekt Sendepause da die Lieferung für KW 09 2018 festgelegt ist.

 

Licht

Schatten

 

Ist der Wagen 1/4 Stunde außer Betrieb gehen die manuell eingestellten Werte  der Temperatur auf den voreingestellten Wert "22º" und der Lüftung auf  "Automatik" zurück.
     Wie auch beim e-Golf 190 gibt es beim neuen die Möglichkeit, das Steuergerät der Klimaautomatik so umzucodieren, dass die zuletzt gewählten Einstellungen für die Temperatur und den Lüfter auch nach langen Fahrtpausen erhalten bleiben.
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Da ich mich in einschlägigen Foren herumtreibe hier ein kleiner Auszug betreffend E-Golf

Es ist mir aufgefallen das ich seit 2 Tage nicht ein einziges mal Radio während der Fahrt angemacht habe. Ich genieße diese Stille wirklich. In bisherigen Fahrzeugen habe ich immer gleich Radio oder CD eingeschaltet hier habe ich überhaupt kein verlangen danach. :) 
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Es ist soweit: mein eGolf hat jetzt gut 100000km auf dem Buckel:) Es gibt nichts Neues zu vermelden, er fährt tadellos und völlig störungs- und wartungsfrei. Am Akku bemerke ich bis dto keine Veränderung, und mit Ausnahme der Bereifung hatte ich keine Verschleißteile zu ersetzen.
Danke für die Glückwünsche ! Und noch eine kurze Ergänzung zum Akkuzustand: das ist wie schon angedeutet eine subjektive Einschätzung. Da ich kein Techniker bin und das nicht messen kann, schon gar nicht im niedrigen Prozentbereich, habe ich es als 'keine erkennbare Veränderung' bezeichnet. Denn im Alltagsbetrieb ist mir bis jetzt keine Veränderung der Reichweite aufgefallen. Und der Bordcomputer zeigt im Normalmodus nach dem Laden immer so zwischen 193 und 197 km Reichweite an, das war von Anfang an so.
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Ich fahre hauptsächlich in D, überwiegend Landstrasse. Wärmepumpe hab ich keine, die war 2014 noch nicht lieferbar. Mein Ladeverhalten ist eine bunte Mischung aus häuslicher Wallbox (E3DC), Laden an der Steckdose der Tiefgarage am Arbeitsplatz, an öffentlichen Ladesäulen (Mennekes-Ladeziegel mit 13A/16A) und CCS-Schnellladern mit 20/50 kW. Mein Akku-Füllstand liegt in der Regel über 50%, ich lade bei jeder passenden Gelegenheit nach und vermeide Füllstände unter 30%
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weiteres in Kürze.                                                                                                                                                zurück E-Mobilität

Allgemeine Infos:

Alles ist in Bewegung geraten, darum ein gutgemeinter Ratschlag an alle "Tesla Model 3 Besteller" sollen weltweit schon an die 500.000 sein. Ich finde ihn lesenswert. MODEL 3 versus MODEL S

 

Zum Thema Laden

Im privaten Bereich hinken wir etwas hinterher. Da würde ich mir sehr wünschen ähnlich wie in Deutschland eine Datenbank privater Ladestationen zu erzeugen. Bin mir sicher uns gelingt das ähnlich wie bei unseren Nachbarn. ARBÖ, ÖAMTC ua. sind da gefragt. Ich würde bei weiteren Fahrten eine Rast (Speis und Trank) gerne dort hinverlegen wo es solche Möglichkeiten gibt.

Zum Thema Pannenhilfe

Panneneinsätze sind aufwändig Salzburger Pannenhelfer stellt der Trend zum Elektroauto vor große Herausforderungen. Weil Teile der Fahrzeuge unter Hochspannung stehen, wird die Pannenhilfe aufwendiger. Mitarbeiter benötigen spezielle Schulungen.
Rund 1.100 Elektrofahrzeuge sind aktuell auf Salzburgs Straßen unterwegs - Tendenz steigend. Dabei gibt es zwischen den E-Fahrzeugen große Unterschiede in der Bauweise. Eine Herausforderung für Pannendienste. Beim Automobilclub ÖAMTC werden die Erfahrungswerte bei Panneneinsätzen mit Elektroautos in einer eigenen Plattform gesammelt. Zudem werden die Mechaniker zunehmend mehr zu Elektrikern.

Pannenhelfer mit Hochvolt-Ausbildung

Um bei einer Panne oder einem Unfall richtig vorzugehen, sind spezielle Schulungen notwendig, da die orangefarbenen Hochvolt-Leitungen bei einem Einsatz lebensbedrohlich werden können. „Unsere Pannenfahrer haben eine Hochvolt-Ausbildung, sie wissen also, welche Teile sie bei Elektroautos berühren dürfen und welche nicht. Beim Einsatz muss man es abschätzen können, wenn das Auto nur einen Blechschaden hat, dann gibt es keine Gefahren. Das Erste, was der Pannenfahrer im Normalfall macht, ist, dass er die Zwölf-Volt-Bordnetz-Batterie abschließt, dann ist das Hochvoltsystem auch deaktiviert“, schilderte Harald Angerer vom ÖAMTC Salzburg.Die Hochvolt-Leitungen können für die Pannenhelfer lebensbedrohlich sein

E-Ausrüstung für Pannenfahrer: Schutzhandschuhe, Schutzbrille und Messgerät gehören mittlerweile zur Standardausrüstung der Pannenfahrer. Selbst beim Abschleppen muss man bei den elektrischen Gefährten aufpassen. „Wenn die Elektrofahrzeuge zum Abschleppen sind, haben wir die Anweisung, dass wir das Auto komplett verladen, sprich alle vier Räder in der Höhe, also mit einem Abschleppwagen. Wenn wir das E-Auto mit einem Seil abschleppen, produziert das Fahrzeug Strom, und dadurch können Schäden auftreten“, sagte Angerer.
 

E-Autos: Panneneinsätze sind aufwendig

Salzburger Pannenhelfer stellt der Trend zum Elektroauto vor große Herausforderungen. Die Einsätze sind aufwendig und gefährlich.
Aus diesem Grund soll ein Elektroauto auch nicht zu weit geschoben werden. Bei Unfällen besteht bei den geräuschlosen Gefährten die Gefahr, dass sie unbemerkt wegrollen. Um das zu verhindern müssen E-Fahrzeug spannungsfrei gemacht werden. Problematisch dabei ist der Aufbau der Elektroautos. Dieser ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. „Es gäbe ein Rettungsdatenblatt von jedem Fahrzeug, und es wäre schön, wenn die Hersteller dieses Rettungsdatenblatt auch in den Fahrzeugen an einer sichtbaren Stelle anbringen“, sagte Harald Kreuzer vom Landesfeuerwehrkommando Salzburg. Pannengrund Nummer eins: Leere Batterien. Trotz des Ausbaus der Elektromobilität bleiben leere Batterien der Hauptgrund, warum Autofahrer Pannenhilfe benötigen. „Auch eine leere Batterie bei E-Autos ist immer noch der Klassiker“, sagte ÖAMTC-Pannenhelfer Harald Angerer.
Radio Salzburg live | Salzburg heute

Zum Thema Strom&Laden

 

Bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor werden in Verbindung der Technik mit Hybridantrieb 1000 und mehr Kilometer mit einer Tankfüllung erreicht. Die Reichweite ist daher kaum ein Thema, im Gegensatz zu den heutigen Fahrzeugen mit reinem Elektroantrieb. Hier kommt man, mit Ausnahme eines Tesla auf max. ein Drittel laut Herstellerangaben. Wie beim Verbrennungsmotor sind diese Angaben in der Realität kaum erreichbar. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass je nach Wetterlage, nach Tempo, Straßenlage und der Zuschaltung von Verbrauchern (Radio, Licht, Heizung, Klimatisierung u.a.m.) ein Drittel der Angaben des Hersteller abzuziehen ist. Das wäre dann z.B. beim E-Golf, Herstellerangabe 300km tatsächlich 200km und mehr. Hilfreich dabei bei sehr viel Stadtverkehr wäre bei Heizung& Klima eine Wärmepumpe. Diese kann die Reichweite um einiges erhöhen.

Sehr wichtig dabei ist daher der Faktor Laden. Wo, zu welchen Preisen und in welcher Zeit bekomme ich Strom zum Weiterfahren.

 





 

 

 
 

 

Weight-Watchers  

Ich konnte mit Hilfe der WeightWatchers 27kg abnehmen. Halte mein Gewicht plus/minus 2kg seit nunmehr 2 Jahren.

Wie es dazu kam wird in Kürze hier zu lesen sein. Derzeit nur meine Kurzgeschichte:


                                                            zurück zur Gewichtsreduktion

  Für mich war wichtig einen Kurs unter Gleichgesinnten zu besuchen. Eine Vielzahl von Diäten kamen nicht in Frage. Dafür gibt es zu reichlich Beispiele, wo nach einer Abnahme bald darauf wieder zugenommen wurde. Oftmals gab es dann mehr Übergewicht als vorher. Bei den WeightWatchers lernt man nachhaltig die Ernährung umzustellen. Wenn das dann geklappt hat sollte für die Zukunft das Übergewicht kein Thema mehr sein. Dafür garantiert die Berechnung der Lebensmittel in einem Points-System. Derzeit handelt es sich um SmartPoints (SP) wobei die Wertigkeit abhängig von der gesättigten Fettsäure, dem Zucker, dem Eiweiß und der Kcal gemacht wird. Hier gibt es eine Formel in der einzig der Eiweißgehalt auf der positiven Seite liegt. Grundsätzliche SP-Werte sind in einem Heft zusammengefasst aus dem man dann die Berechnung der täglichen Speisen vornehmen kann. Wichtig ist dabei den täglichen Wert (Budget), der für jeden, abhängig vom Geschlecht, des Alters, der Größe und des Gewichts am Beginn des Programms errechnet wird. Die Treffen finden wöchentlich unter der Leitung einer versierten Kursleiterin statt.
  Thema in Arbeit !